Kieler Nachrichten 28.11.2009:

Wise Guys begeistern in Neumünster 2200 Zuschauer

Neumünster - Sie sind urkomisch und überaus gut bei Stimme. Deshalb sind die „Wise Guys“ auch nach über zwölfjähriger Bühnenpräsenz immer noch Deutschlands erfolgreichste A-cappella-Band. 2200 Fans feierten in der Holstenhalle mit den vier kölschen Jungs Eddi, Dän, Sari, Ferenc und dem neuen Bandmitglied, der „Kieler Sprotte“ Nils Olfert, eine rauschende Gesangsparty.

Die Fangemeinde war auf Feiern eingestellt. Trommelwirbel von Bassist Ference mit seinem sonoren „Mundschlagzeug“ zum Klingen gebracht, kündigten den Start der Sangesparty an. Mit einem fetzig arrangierten „Wir sind wieder da“ brachten die Stimmbandakrobaten die Halle sofort zum Kochen.

Aufspringende Senioren, kreischende Teens – der A-capella-ICE startete mit Vollgas. Dän, der musikalische Kopf der Boygroup und bekannt für seine witzige Moderation, begrüßte die tobende Fangemeinde. „Wir lieben Neumünster und die Holstenhalle“, säuselte er schelmisch grinsend von der Showbühne. Er kam nicht weiter, denn die Masse jubelte und stampfte mit den Füßen vor Begeisterung. „In welcher Halle hat man schon die Gelegenheit, im Backstage-Bereich Fußball spielen zu können“, fuhr der smarte Dän fort. Dann genug des Redens, die Wise Guys legten musikalisch los.

Umjubelt wurde sogleich der „Neue“, Nils Olfert, als er sich mit dem Song „Über mich wisst ihr nicht viel. Ich heiße Nils und komme aus Kiel“ vorstellte. Mit einem Arrangement des Robbie-Williams-Songs „Angels“ bewies der ehemalige Frontsänger der Kieler Coverband „Tiffany“, dass er mächtig Druck in seinem Stimmorgan hat und die bisherige Klangfarbenpalette der Wise Guys erheblich erweitert.

Der Erfolg der „Wise Guys“ beruht nicht zuletzt auf ihren abwechslungsreichen Kompositionen und pfiffigen Arrangements, aber auch auf der fantastischen Bühnenpräsenz. Das Publikum wurde in jeder Minute des Konzertes mitgenommen, häufig zum Mitsingen aufgefordert, und die Jungs zeigten sich in dem über zweistündigen Konzert als Sympathieträger. Fazit: Ein Konzert, das auch nicht eingefleischte A-cappella-Fans von den Stühlen riss.