Ferenc und Sari bei der Stadtführung in Freiburg

Neulich waren wir wieder mal beruflich im sonnigen Breisgau unterwegs. Obwohl wir schon oft in Freiburg aufgetreten sind, kannten wir von der Stadt nicht viel mehr, als das Konzerthaus, das Freibad und die ein oder andere Kneipe. Als Kölner verbindet man mit Freiburg vor allem den neidvollen Blick auf die Wetterkarte („Wieso scheint da eigentlich immer die Sonne?“) und den mitleidvollen Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga („Nie mehr 2. Liga, nie mehr, nie mehr!“).
Seit Anfang September ist das anders, denn Ferenc und ich nahmen an einer Stadtführung teil, die genauso unterhaltsam wie informativ war. Ein mittelalterlicher Stallknecht führte uns und eine Gruppe von Interessierten fast zwei Stunden durch die Stadt und versorgte uns mit allerlei Geschichten und Legenden.

Der Stallknecht hat eine Menge zu erzählen:


Wir erfuhren, dass Freiburg lange Zeit gar nicht so frei war und auch keine Burg mehr besitzt. Dafür aber einen Berg und ein Schloss.

Ferenc wollte eigentlich gar nicht wissen, was im Mittelalter so alles durch die kleinen Kanäle am Rande der Bürgersteige floss. Jetzt weiß er es.


Freiburg hat ein Münster, Münster hingegen kein Freiburg.
Ähnliches war uns schon in Ulm aufgefallen.

Das Freiburger Münster ist fast so groß (und fast so schön) wie der Kölner Dom


Leider sind die Fenster im Münster teilweise falsch eingepasst (s. rechte Seite)


Für die falsche Berechnung der Fenster wurde der damalige Baumeister prompt aus der Stadt gejagt.

So ihr beiden und jetzt guckt mal nicht so ernst, hier wird nämlich fotografiert.


Geht doch.


Vor dem großen Portal des Münster wurde im Mittelalter Gericht gehalten. So mancher Bäcker verlor hier einen Finger, weil er zu kleine Brötchen buk. Um festzustellen, ob die Brote zu klein waren, hatte man in die Wand des Münster-Portals Schablonen geritzt.

Brot-Schablonen am Freiburger Münster



Nicht nur Kirsten Esser, die Organisatorin der Stadtführung, strahlte am Ende. Auch unser Stadtführer und wir, denn dank der gelungenen Organisation und bereitwilliger Spender kamen am Ende rund 800,- € für das Butterflies-Projekt in Indien zusammen.


Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!



 
 
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