“Klassenfahrt” - der Tourtagebuchblog, Update 19.02.2010

Unser Tourtagebuch
Vor Weihnachten hatten wir die Songs der „Klassenfahrt“, die wir bis dahin noch nicht auf der Bühne gesungen hatten, so weit geübt, dass wir alles auswendig konnten. Im Januar begannen wir dann – in unserem neuen Probenraum in Hürth, der zur Zeit noch eine Lagerhalle ist – mit den richtig intensiven musikalischen und choreografischen Proben für die Klassenfahrt-Tour. Immerhin neun neue Songs wollten wir auf einen Schlag ins Programm einbauen, für uns absoluter Rekord (für Nils natürlich nicht...).
Auch die vier Songs mit den „Ladybugs“, den fünf Tänzerinnen aus Osnabrück, die uns bei den Spezialnächten unterstützen sollten, probten wir bereits. Es war ein enormer Aufwand. vier Proben pro Woche, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr, unterbrochen von einer anderthalbstündigen Mittagspause, gehen auf die Stimme und auf die Kondition. Zum Glück konnten wir mit Mikros und In-Ear-Monitoring üben. Zudem fanden Felix Powroslo und später Erik Sohn immer die richtige Dosierung des Probenumfangs.
Schließlich waren wir soweit, dass wir uns mit dem Programm ziemlich sicher fühlten. Zum Glück hatte Erik noch die Idee gehabt, eine Art öffentliche Generalprobe zu veranstalten. Am Dienstag, 26.1., probten wir also im Feierabendhaus in Hürth vor knapp 100 Leuten die gesamte Spezialnacht inklusive der neuen Show – in unseren neuen Bühnenoutfits und auch mit den Ladybugs. Und wieder einmal kam es zu diesem Phänomen, das man eigentlich nach all den Jahren kennen sollte: Du kannst im „stillen Kämmerlein“ üben, soviel du willst – sobald du es dann vor Leuten aufführst, ist alles ganz anders. Man nennt dieses Phänomen „Nervosität“, und sogar in diesem doch wirklich kleinen Rahmen konnte sich niemand von uns davon völlig frei machen. Es ist wirklich verrückt, aber es ist so. Fehler passierten, die es vorher nicht gegeben hatte. Allerdings war das natürlich gut so, denn die Fehler, die wir in der öffentlichen Generalprobe machten, konnten wir im Palladium und in Essen weitgehend vermeiden.
Am Ende dieses Dienstags waren wir so „ausgeprobt“, dass wir den Mittwoch tatsächlich freinahmen. Wir hatten diesen Tag als „Notprobentag“ optioniert, aber das Abschalten zu Hause war natürlich auch wichtig.
Donnerstag, 28.1., Palladium Köln (Dän)
Heute stellen wir die “Klassenfahrt“ erstmals live vor. Wir nennen das Konzert „Vorpremiere“, denn die Spezialnacht in Essen ist ja die „offizielle“ Präsentation. Eigentlich wären wir wieder gerne in das kleinere Kölner E-Werk gegangen, aber da dort in diesen Wochen die „Stunksitzung“ läuft, müssen wir ins benachbarte, deutlich größere Palladium ausweichen – das dann am Abend mit knapp dreitausend Konzertbesuchern mehr als gut gefüllt ist.
Die Atmosphäre ist angespannt-konzentriert. Dank der guten Vorbereitung ist niemand so nervös, dass schlechte Stimmung entstehen könnte. Soundcheck und letzte Probe verlaufen fast fehlerfrei. Der Abend kann kommen.
Das Konzert im Palladium läuft toll. Es ist für uns natürlich extrem ungewohnt (ebenso wie für das Publikum!), dass bei den meisten Songs niemand mitsingt – weil sie eben noch niemand kennt. Aber irgendwie hat das auch mal seinen Reiz. Jedenfalls sind die Leute voll dabei und der Applaus zeigt, dass die neuen Sachen richtig gut ankommen. Auch bei den „Ladybugs“ ist die Aufmerksamkeit enorm hoch. Bei „Jetzt ist Sommer“ fällt mir auf, dass ich mich auch mit dem Rücken zum Publikum drehen könnte – es schauen sowieso alle nur auf die Tänzerinnen. Auch die Mädels im Publikum. Dass die Tanzeinlagen hinterher manchen besser und anderen weniger gut gefallen, liegt wohl in der Natur der Sache. Für uns jedenfalls ist klar, dass die Ladybugs mit ihren liebevollen Choreografien die Spezialnächte enorm bereichern werden.
Nach der Show sind wir alle sehr froh und ausgelassen. Vor zwei Jahren hatten wir die „Vorpremiere“ im E-Werk“ für das Album „Frei!“ zwar nicht komplett vergeigt, aber doch enorm viele Fehler gemacht. Dieses Mal wussten wir: Der Probenaufwand hat sich gelohnt. Spezialnacht und Tour können kommen.
Freitag, 29.1., Probentag (Dän)
Das Album erscheint heute offiziell. Wir machen eine Autogrammstunde bei Saturn in Köln - eine Stunde lang CDs signieren. Die Atmosphäre ist aber sehr freundlich und entspannt, und die Leute von Saturn bewirten und sogar richtig nett.
Weiter geht's nach Essen. In der Grugahalle steht alles bereit für eine große Generalprobe. Die dauert bis halb elf am Abend und ist enorm anstrengend, da wir die gesamte Spezialnacht durchgehen. Aber wir alle haben das Gefühl, dass dieser Einsatz sich später auszahlen wird. Alle ziehen an einem Strang, die Stimmung ist konzentriert und gut.
30.01.2010 Spezialnacht Gruga-Halle Essen (Nils)
Das ist er also, der Tag einer weiteren Premiere für mich. Meine erste Spezialnacht und gleichzeitig der offizielle Auftakt unserer Tour zum neuen Album „Klassenfahrt“.
Nach einer langen Generalprobe am Vorabend trudelt mancher erst so spät wie möglich beim Frühstück im Hotel ein. Man sieht allen an, dass es recht spät geworden ist. Trotzdem ist die Stimmung an den Frühstückstischen ausgelassen und fröhlich.
Die ersten Meldungen des Tages lassen nichts Gutes Erwarten, denn es ist ein erneutes Schneechaos angekündigt. Wir haben schon die Befürchtung, dass wir am Abend vor einer gähnend leeren Halle spielen. Zum Glück ist es noch ein paar Stunden hin bis zum großen Ereignis, so dass wir die Hoffnung haben, dass es nicht ganz so schlimm wird wie angekündigt.
Die Zeit bis zum Treffen an der Halle verbringen wir alle auf sehr unterschiedliche Weise. Einige von uns gehen in Essen shoppen, die Anderen bleiben im Hotel.
Ich gehe noch mal auf mein Hotelzimmer, um noch ein wenig Energie zu tanken. Auf dem Zimmer gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Hält die Stimme durch? Wie kommt das neue Album bei den Zuschauern an? Werde ich heute Abend bei einem der Lieder den Text vergessen?
Ich merke, dass ich seit langem mal wieder stärker aufgeregt bin, und versuche ein wenig zu schlafen. Ich schaffe es sogar, die kreisenden Gedanken aus meinem Kopf zu vertreiben und schlafe ein.
Der Wecker klingelt. Es geht los. Der angekündigte Schneefall hat sich noch nicht eingestellt, worüber wir alle sehr froh sind.
Als wir an der Halle ankommen, begrüßt uns ein leicht mürrischer Pförtner an der Schranke. Kein Wunder, der arme Mann ist total überfordert mit den zwei riesigen Trucks der Übertragungstechnik, unserem eigenem Tourtruck und ca. zehn bis fünfzehn Pkws, die er alle auf einem relativ kleinen Parkplatz unterbringen muss. Mir wird noch einmal bewusst, was für ein großer technischer Aufwand so eine Wise-Guys-Spezialnacht ist. Hoffentlich fällt heute Abend nichts aus.
In der Halle ist schon ein geschäftiges Treiben. Reinhard und Igor, unsere Toningenieure, sind schon dabei, den Ton für den Soundcheck einzustellen. Unsere Lichttechniker Mike und Walde justieren die letzten Scheinwerfer.
Wir stürzen uns erst einmal auf das leckere Catering, bevor es dann zum Einsingen mit Erik geht.
Wie gewohnt findet nach dem Einsingen dann der Soundcheck auf der Bühne statt. Den nutzen wir heute besonders intensiv, um noch einmal die neuen Choreographien zu den neuen Stücken zu üben. Die „Ladybugs“ Janina, Nina, Caro, Jessi und Maria sind auch schon da und so können wir gleich die Choreographien mit den Tänzerinnen proben. Ihnen ist auch anzumerken, dass sie aufgeregt sind, da sie viel aufgedrehter sind, als bei den Proben an den vorangegangenen Tagen. Und ich hatte noch gedacht, da gäbe es keine Steigerungsmöglichkeiten... ![]()
Nach dem Soundcheck dann ein kleiner Schock. Christoph (unser Tourmanager) bittet uns, unsere Geldbörsen und Wertsachen zu überprüfen, da soeben ein erheblicher Betrag aus unserer Tourkasse gestohlen wurde. Zum „Glück“ scheint es bei dem Geld geblieben zu sein, da unsere Wertsachen alle da sind. Wie dreist solche Leute doch sind, die so was machen. Wir lassen uns zum Glück dadurch nicht aus dem Konzept bringen.
Die Zeit bis zur Show vergeht für mich jetzt wie im Flug. Es gibt noch eine kurze Besprechung mit Erik, dann umziehen, mit der Technik verbinden und schon stehen wir hinter der Bühne.
Über unsere In-Ear-Monitore bekommen wir mitgeteilt, dass die Halle so gut wie voll besetzt ist und es nur einige, wenige freie Plätze gibt – knapp sechstausend Menschen sind da. Ein Stein fällt uns vom Herzen. Unsere Fans haben sich nicht vom angekündigten Schnee abschrecken lassen. Jetzt kann ja nichts mehr schief gehen.
Das Saallicht geht aus. Der Vorfilm fängt an. Wir fünf als Trekkies, dass kommt beim Publikum super an. Ich sehe, wie Ferenc noch mal ein riesiger Stein vom Herzen fällt, da er die Idee zum Drehbuch hatte und den Film mit Anette und Rüdiger Dewitz zusammen produziert hat.
Der Film ist vorbei. Der Countdown für unseren Auftritt beginnt. Bei zehn Sekunden fängt das Publikum an mitzuzählen, Gänsehaut bei mir, 5.........4..........3........2.......1.......0.
Das Licht geht an, ich singe den ersten Ton und das Adrenalin schießt in meine Adern. Was für ein Anblick, knapp 6000 Zuschauer in der riesigen Grugahalle und eine wahnsinnige Stimmung vom ersten Ton an. Auch wir fünf auf der Bühne haben einen Wahnsinns-Spaß. Alles klappt so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir merken, dass sich die vielen Proben auszahlen, und können das Konzert genießen. Ganz besonderen Spaß macht es Sari, Eddi und mir, bei „Jetzt und hier“ von der Bühne zu gehen und durch das Publikum zu laufen. Was mich überrascht ist, wie viel zusätzliche Luft man verbraucht, wenn man einmal durch die Halle und zurück läuft. Es stachelt einen doch mehr an, als wenn man durch eine leere Halle bei den Proben läuft. Es klappt aber alles.
Der erste Konzertteil ist vorbei, das neue Album schein echt gut beim Publikum anzukommen. In der Pause dann ein sehr positives Echo von Erik, der als Regisseur der Show einen wahnsinnig guten Job macht. Wir sind so dankbar, dass er diese Aufgabe übernommen hat.
Der Mitsingteil beginnt. Die Highlights sind für mich die Stücke mit den Tänzerinnen und die Tatsache, dass bei „Mad World“ fast 6000 Menschen mitsingen (und es wundervoll klingt).
Und dann ist da noch der ungeplante Toilettengang von Sari und Eddi. Ich hatte mich schon gegen Ende der Show gefragt, was wohl wäre, wenn ich jetzt auf das Klo müsste.
In der Schlussmoderation von Dän nach „Seemann“ passiert es dann. Eddi sieht mich mit hilfesuchendem Blick an und über das In-Ear höre ich, dass er dringend auf Toilette müsse. Unser Tontechniker Igor sagt daraufhin, das er das doch jetzt machen könnte. Wir können gar nicht so schnell gucken, wie Sari und Eddi von der Bühne flüchten. Ferenc, Dän und ich bleiben fassungslos auf der Bühne zurück. Das ist den Jungs anscheinend vorher auch noch nie passiert. Im Publikum gibt das einen riesigen Lacher, zumal unser Handkameramann Jürgen den Beiden aufs Klo folgt und sie kurz von hinten zeigt. Ein Jubeln und Klatschen bei den Zuschauern. Die Spezialnacht ist halt etwas ganz Spezielles.
Die Zugaben folgen. Ich denke: „Was, schon vorbei?“. Dieser Abend ist im Fluge vergangen! Wir alle hatten einen riesigen Spaß. Der krönende Abschluß eines gelungenen Abends ist dann noch eine riesige Schneeballschlacht mit fast der gesamten Crew in der Innenstadt von Essen. Da ist er dann doch gekommen, der Schnee. Ich freue mich riesig auf meine zweite Spezialnacht in Kiel.
Hier ein paar erste Bilder der Essener Spezialnacht (aufgenommen von Guido Kollmeier). Zum Vergrößern Bild anklicken:






















31.01 und 01.02.2010: Hamburg (Sari)
Die Nacht nach der SpezialNacht war kurz – sehr kurz! Wer es schafft, schleppt sich morgens zum Frühstück. Danach nehmen wir Abschied vom Team, denn wir fahren direkt weiter nach Hamburg, wo wir am Abend auf dem roten Sofa zum Fernseh-Talk erwartet werden. Wegen Schneechaos hat unser Zug eine gute halbe Stunde Verspätung. Das verschafft uns Zeit, unseren Koffeinspiegel bei Starbucks nachzufüllen. Mit einer Mischung aus Koffein und Restmüdigkeit im Blut besteigen wir den IC nach Hamburg. In diesem Zustand beschränkt sich unsere Konversation auf alberne Bemerkungen, gefolgt von etwas zu lautem Gekicher. Nach einer halben Stunde weist uns Ferenc darauf hin, dass wir gerade zu unserem eigenen Albtraum mutiert sind: Einem Kegelclub auf Wochenend-Tour. Vielleicht heißt unser nächstes Album „Kegelclub“ (noch mehr albernes Gelächter).
Entgegen unseren Informationen heißt die abendliche Sendung nicht „Das rote Sofa“ sondern nur noch „DAS!“. Wir legen natürlich ebenso offiziellen wie wirkungslosen Widerspruch ein. Dann plaudern wir eine gute halbe Stunde lang mit einer charmanten, wie routinierten Bettina Tietjen, die wir eine Woche zuvor schon bei der Aufzeichnung zu „Tietjen und Hirschahusen“ kennen lernen durften. Nach der Sendung fahren wir noch in die Stadt und spazieren einmal quer über die zugefrorene Außenalster. Es ist inzwischen dunkel geworden und so haben wir die riesige Eisfläche für uns allein.
Am nächsten Tag stehen zwei Radio-Interviews beim NDR auf dem Programm. Damit für alle noch etwas Zeit zur Erholung bleibt, teilen wir uns auf. Dann können wir zwar nicht live singen, aber wenn unser Bio-Rhythmus auf Tour eingestellt ist, klingen unsere Stimmen mittags ohnehin noch nicht so prickelnd.
Beim Soundcheck auf der Bühne im CCH nehmen wir uns die Zeit, das neue Bühnen- und Licht-Design auf uns wirken zu lassen. Es ist wirklich viel besser, als unser voriges, eine echte Weiterentwicklung. Besonders gut gelungen ist das Flugzeug-Logo, das unser Licht-Designer Mike auf den weißen Mittelkreis projizieren kann.
Das Konzert am Abend ist das erste reguläre Klassenfahrt-Tour-Konzert. Bei unserem letzten Auftritt auf dieser Bühne Ende November hatte uns unsere Plattenfirma in einer Überraschungs-Aktion die goldene Schallplatte für unser Album „Frei!“ überreicht. Auch heute ist die Stimmung im ausverkauften CCH gigantisch. Vereinzelt singen die Leute sogar schon die ganz neuen Lieder mit. Wir beschließen den Abend mit einem schönen Afterglow und vielen Unterschriften auf druckfrische „Klassenfahrt“-CDs.
02.02.2010 (Eddi)
Was für ein wunderschönes Datum - 02022010! Noch schöner wird's erst zehn Jahre später werden: 02022020 (wie heißt so ein Gebilde nochmal, das man von vorne wie von hinten lesen kann? Pentagramm? Anagramm? Origami? Nein, Sari weiß es: Palindrom!) Mal sehen, wie viele Leute dann heiraten... Wir beschließen, der deutschen Bahn nochmal eine Chance zu geben, und reisen per Zug nach Köln. Trotz Schneechaos haben wir nur eine knappe Stunde Verspätung und können einen freien Abend zuhause genießen. Wir salutieren der deutschen Bahn!
"Toll gemacht, deutsche Bahn!"
(Achtung: Dieses Bild gehört von der Chronologie nicht hierhin! Wie es zur Überfahrt auf der Fähre Brachwitz kam, erfahrt Ihr weiter unten.)
03.-05.02.2010 (Eddi)
Die Wise-Guys-Album-Tour rollt jetzt richtig an. Ständig Interviews (wie hier beim SWR)...
... große Konzerte in Frankfurt (Alte Oper, 3.2.), Stuttgart (Beethovensaal, 4.2.) und Mainz (Phönixhalle, 5.2.). Stets vor ausverkauften Hallen.
Das viele Reisen im Tourbus beginnt allerdings, ...
... seine üblichen Spuren in unseren Hirnstrukturen zu hinterlassen.
Dafür sind wir bei der Konzertvorbereitung schon gelassener geworden, ...
... teilweise sogar abgebrüht.
Unser neues Programm geht langsam in Fleisch und Blut über. Hier hat Nils leider nochmal einen Aussetzer, singt einfach "Der Mond ist aufgegangen": ...
... was ihm einen Zacken aus der Krone bricht.
Dem kleinen Racker.
Physisch wie emotional anstrengend ist die neue Show schon. Die Konzerte gehen an die Substanz, ...
... schweißen uns dadurch aber auch enger zusammen.
Das erstarkte Gruppengefühl ermöglicht uns in gewisser Weise einen ganz neuen Blick auf die Welt.
Und das ist auch gut für unser Image nach außen.
"Besser sehen, besser aussehen."
Und für Euch zur Auflockerung zwischendurch ein kleines "Original und Fälschung"-Suchspiel von Sari und Ferenc:
"Unser Fotograf hat in diesen beiden Fotos 10 Unterschiede versteckt. Warum und wieviele?"
Die Antwort schreibt Ihr bitte auf ein Stück Toilettenpapier und schickt dieses an die EMI. Ausreichend frankieren!
07.02.2010 - 10.02.2010 (Eddi)
Nach einem freien Tag (6.2.), den wir zuhause verbringen können - im Gegensatz zu unseren tourgebeutelten Technikern, die wir an dieser Stelle schwerst loben möchten -, fragen mich zunächst Dän ...
... und Nils, ...
... ob ich sie noch alle beisammen habe.
Ich kann nur kopfnickend verneinen.
Das Konzert am 7.2. in Halle war auch wieder cool!
Und jetzt der 8.2.: An diesem Tag werden wir unsere Charts-Platzierung für das Album "Klassenfahrt" erfahren!
Die Weiterfahrt nach Braunschweig wird dadurch erschwert, dass die Autobahn, über die uns unser Navi führen will, gar nicht existiert, weil sie gar nicht gebaut wurde. Die spinnen, die Hallenser! Wir irren verloren über die ostdeutschen Dörfer. Diese tragen schöne Namen wie "Schiepzig" (was uns zu einem brandneuen Hit inspiriert: "Schiepzig Jahr, blondesch Haar"). Und wir wissen endlich, wo die ganzen Lettin Lover herkommen.
Na klar: Aus Lettin!
Irgendwann finden wir einen Fluss, Dän singt unseren nächsten brandneuen Erfolgsschlager:
"An der schönen blauen Dölau".
Dann überqueren wir den Fluss auf der Fähre Brachwitz.
Dabei salutieren wir selbstverständlich noch einmal der deutschen Bahn.
"Toll gemacht, deutsche Bahn!"
In Braunschweig angekommen, erwarten wir gespannt (bis verspannt) das Ergebnis der ersten Charts-Woche. Ferenc ist trotz seiner Nackenverspannung unter die Esoteriker gegangen und versucht eine Top-Ten-Meditation.
"O universaler Nils, platziere unser Album in den Charts ganz ohmmmmm....."
In diesem Moment klingelt Däns Handy. Die Plattenfirma ist dran.
Er teilt uns das Ergebnis mit: "Jungs - Platz zwei!"
Bei Ferenc mischt sich Freude mit Schmerz."Ohmmmmann!!!"
Platz 2 der deutschen Album-Charts: Für uns immer noch ein echter Grund zum Feiern. Nach dem Konzert hat uns unsere Plattenfirma drei Flaschen Champagner ins Hotel schicken lassen. Es folgen einige weitgehend unkommentierte - und völlig unzensierte - Fotos der Feier. (Wie die meisten Fotos können diese Bilder zum Vergrößern angeklickt werden.)
Am Ton: Igor Kavulek!
Am Licht: Mike Steinbrecher!
Systemtechniker (was ist das eigentlich?): Eric Neubert!
Am Rechner: Edzard Hüneke!
Am Grinsen: Nils Olfert!
Am Strohhalm: Ferenc Husta!
Am Meditieren: Daniel Dickopf!
Am Ende: Marc Sahr!
Was für eine Feier...
Am 9.2. treten wir voller Begeisterung im Hannoveraner Capitol auf, immer noch eine unserer Lieblingsbühnen.
Und am 10.2. machen wir auf dem Weg nach Bielefeld einen Umweg und besuchen die 8b des Gymnasiums Horn-Bad Meinberg. Diese hatten mit folgendem Foto
den ersten Preis unseres Klassenfahrt-Wettbewerbs gewonnen, und es war klasse, dass wir auf diese Weise den Preis (€1000 für die nächste Klassenfahrt) persönlich übergeben konnten.
Das Konzert in der Stadthalle Bielefeld war ebenfalls klasse. Dann kommen sechs Tage Karneval.
11.02.2010 - 16.02.2010
Wir ziehen uns in dieser Zeit aus dem Konzertbetrieb zurück, dafür aber den Hut vor allen Karnevalisten, ...
... salutieren noch einmal der deutschen Bahn, ...
"Toll gemacht, deutsche Bahn!"
... freuen uns auf ein Wiedersehen nach der Karnevalspause ...
... und sagen dreimol
Kölle:
Alaaf!!











