Schöne Ferien!

Warum wir nicht mehr zusammen in Urlaub fahren...

Wir haben es probiert, wirklich. Zu fünft. Vor ein paar Wochen erst. Aber es hatte keinen Zweck. Um weiteren Schaden von der Band abzuwenden, haben wir uns nun dazu entschlossen, in Zukunft separat zu urlauben. Aber der Reihe nach:

Männerurlaub im Süden. Das Ziel war klar: Alles, was wir wollten, war Sonne, Wasser und natürlich frische Luft.


Unsere Techniker hatten wir wohlweislich zu Hause gelassen, uns allerdings vorher versichert, dass sie in guten Händen sein würden. Andere Bands setzen ihre Techniker ja einfach an Straßenkreuzungen aus, wenn der Urlaub kommt.


Eddi hatte sich schon vor der Abfahrt dazu bereit erklärt, den Küchendienst zu übernehmen, und - noch viel wichtiger - jederzeit die Verantwortung für sein Verhalten zu tragen.

Optimistisch fuhren wir los, immer Richtung Süden. Kaum Staus, gute Stimmung im Van. Und dann fanden wir schon nach knapp zwei Stunden, wo nach wir so sehnlichst gesucht hatten:


Sonne (oben), Wasser (rechts) und Luft (links). Eddi und ich waren begeistert, dass wir das Gesuchte so schnell gefunden hatten, und buchten spontan zwei Wochen an Ort und Stelle.
Der erste Krach: Die anderen drei wollten lieber weiterfahren und drohten damit, andernfalls das Auto aufzuräumen. Dieses Risiko konnten und wollten wir nicht eingehen.


Missmutig fuhren wir weiter....


...gen Süden. Es wurde schon dunkel, als wir München erreichten. Die ganze Fahrt hatten wir den Urlaub fast vergessen und uns darüber gestritten, wie wir als Band noch viel bekannter werden könnten. Wie kommt man zum Beispiel ins Fernsehen?


Einer der letzten harmonischen Augenblicke der gemeinsamen Ferien: Wir fanden heraus, wie man ins Fernsehen kommt: Einfach am Moosfeld rechts rein.


Beim Fernsehen war aber niemand mehr wach. Deshalb mussten Sari und Eddi unbedingt noch kurz zum "Abchillen" zur "Partyzone" auf der anderen Seite, was die anderen erneut aufregte, denn erstens wollten wir unseren ersten Urlaubsabend gemeinsam verbringen, und zweitens...


...hatte nur Ferenc sich korrekter Weise an die Altersobergrenze gehalten.

Später im Hotel wurde die Stimmung kaum besser. Zwar konnten wir die 500,- Euro, die wir für unser Hobby "Außerhalb der Badewanne duschen" nun einmal brauchen, so gerade eben noch zusammenkratzen...


...waren jedoch wenig erbaut darüber, dafür in asiatischer Sprache attackiert zu werden. Frustriert schliefen wir ein, nachdem wir uns gegenseitig nochmals daran erinnert hatten, uns in unserem Herren-Urlaub...


...auch den leisesten Gedanken an Frauen komplett abzuschminken...


...und im Fünf-Bett-Zimmer nicht zu rauchen.

Für den nächsten Tag stand eine Kreuzfahrt auf dem Bodensee auf dem Programm, mit Kaffee, Kuchen, Karaoke und einem Landgang auf der Blumeninsel Mainau. Clemens hatte das netter Weise für uns buchen lassen.


Das Schiff war zwar ziemlich krooss aber leider wenig gomfordabel.


Wasser: Ja. Luft: Ja. Sonne: Nein!
Arschkalt und mieser Service an Bord: Für die versprochene Karaokeshow müssten wir, so herrschte man uns mit einem überraschend norddeutsch klingenden Tonfall an, die Background-Begleitung "gefälligst selbst" übernehmen, wo kämen "wir denn da hin!?!!?". Wir machten gute Miene zum bösen Spiel, gewannen den Karaoke Wettbewerb, beschlossen dann aber, nie mehr gemeinsam in Urlaub zu fahren, denn...


...auch die Blumeninsel Mainau wirkte bei schlechter Witterung optisch keineswegs so schön wie im Prospekt.
Enttäuschend auch unser nächstes Etappenziel, ein vom Deutschen Auto-, Nahverkehrs-, Kart- und Etappen-Verein (D.A.N.K.E.) ausdrücklich empfohlenes Motel am norditalienischen Lago Lambrusco. Zunächst standen wir mitten in der Nacht fünf Stunden lang an der Rezeption...


...weil wir der englischsprachigen Aufforderung Folge geleistet hatten...


...und dann waren uns die Zimmer entschieden zu klein. Man ist inzwischen ja auch verwöhnt. Die menschlichen Spannungen zwischen uns sind hier schon in den Gesichtern deutlich erkennbar.


Zwar suchten wir noch Entspannung im hoteleigenen Wellenbad (diesmal: Wasser. Ja. Luft: Naja. Sonne: Nein!), doch wir waren zu müde...


...und schliefen noch an Ort und Stelle ein.

Der Urlaub war ein einziges Fiasko. Die Sonne blieb weg, und wir stritten uns permanent über die zu besuchenden Sehenswürdigkeiten. Vor allem in Rom (wir hatten dort hingefunden, obwohl unser Navigationsystem in Italien nicht funktioniert), wo Eddi uns dazu drängte...


...den Petersturm zu besichtigen, den wir uns ebenfalls schöner vorgestellt hatten.
Wir mussten es uns eingestehen: Der gemeinsame Urlaub war gescheitert.


Da wir unsere zurückgelassenen Techniker vermissten und uns permanent an sie erinnert fühlten, und weil es mittlerweile sogar zu schneien angefangen hatte, brachen wir unseren Urlaub vorzeitig ab.

Nie wieder Gruppenreisen!!!



 
 
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