Die neue Foto-Story: Geht das schon wieder los?!?!

Dass die WISE GUYS erst Anfang September wieder auf Tour gehen, veranlasst viele zu der Einschätzung, dass sei "ja noch lange hin". Zum Beispiel uns. Aber: FA-HA-HALSCH!!! Gerade bei dem doch recht umfangreichen Konzertprogramm bis Weihnachten 2003 ist es von nicht zu unterschätzender Bedeutung, dass wir uns schon jetzt mental auf die Dinge einstellen, die uns erwarten. Damit auch Ihr Euch schon rechtzeitig für die neue WISE-GUYS-Saison eingrooven könnt, folgt hier ein kleiner Überblick über unsere intensiven Vorbereitungsmaßnahmen. Ein absoluter Insider-Report! Bebildert mit Fotos unserer letzten Touren vor der Pause und mangels Interesse jeglicher anderer Websites exklusiv auf der WISE-GUYS-Homepage!!!!

Eine völlig missratene Konzertpause

Clemens hatte im bisherigen Verlauf der Pause gelegentlich heftige Entzugserscheinungen wegen unserer dauerhaften Bühnenabstinenz. Das äußerte sich beispielsweise in spontanen, unangebrachten Leidensmienen. Trauriger Höhepunkt: Bei einer privaten Grillveranstaltung im Kölner Volksgarten Ende Juni verneigt er sich vor einem kleinen Kreis grillender Mitbürger, die zwecks Beseitigung lästiger Stechmücken in die Hände geklatscht hatten.


Zum Glück begibt er sich rechtzeitig in die professionellen Hände...


...des Laienpsychologen und Hobby-Toningenieurs Dr.Reinhard Klose, der ihm rasch weiterhelfen kann.
Dr.Klose nutzt dabei die inzwischen auch fachlich kaum umstrittene, weil völlig unbekannte Methode der Re-Klositation. Dabei wird mithilfe von Autosuggestion, beruhigendem Soundcheck-Gemurmel und einer inhaltlich traditionell sehr dünnen Fotostory von Dän der Entzug weitgehend ausgeblendet. Die Therapie soll Clemens unter anderem soweit kurieren, dass er bei Fahrkartenkontrollen in der Straßenbahn künftig nicht mehr alte Backstage-Pässe aus den Hosentaschen hervornestelt.

Dr. Klose spricht in der ihm ur-eigenen Tonfallhomogenität: "Stellen wir uns zunächst das Gesicht eines Kollegen und Freundes vor, den wir am längsten nicht mehr gesehen haben, weil er in einem kleinen, vermutlich irgendwie schwäbischen oder badischen (ist ja sowieso fast dasselbe, hahaha!) Dorf studiert. Wir malen uns dieses Gesicht in einer freundlichen, sympathischen Gestalt aus. Ungefähr so:


Doppelter Heilungseffekt: Wir freuen uns auf Eddi, ohne ihn jetzt zuuuu extrem zu vermissen."


Clemens ist offiziell geheilt, der alte Jeck. Aber die Pause ist und bleibt für alle hart. Tatsache ist, dass Ferenc' Soloambitionen, die die Band an den Rand des Auseinanderbrechens getrieben hatten, inzwischen im Sande verlaufen sind:


Seine gesungene Solo-Show "Dum-bam-bao Late Night for deep voices", von der ein studentischer Piratensender aus Birmingham die ersten beiden Folgen gekauft hatte, wurde bereits nach vier Minuten eingestellt. Das lag allerdings nicht nur an ihm...


...sondern wohl auch an Eddis wirrer Regie, Däns schalem Drehbuch und Saris katastrophaler Kamera-"Führung". Da auch sämtliche andere privaten Projekte scheiterten...


...zum Beispiel Eddis und Saris Radio-Dokumentation für Kinder "Faxen zum Hören" (WDR 5)...


...Däns kurzfristiger Job im Wilhelmshavener Marine-Museum...


...unser Versuch, einen sehr klein und bescheiden angelegten Zigarettenschmuggel nach Dänemark aufzuziehen...


...die gemeinsame Bewerbung als neue Defensivabteilung des 1.FC Köln, die trotz großer Begeisterung von Dirk Lottner und Alex Voigt noch im Trainingslager durch die Vereinsführung abgeschmettert worden war...


(Der Verein hatte stattdessen zu unserer großen Missbilligung unseren Produzenten Uwe "Uwwe" Baltrusch als neuen Mentaltrainer engagiert)


...Clemens' sehr idealistisches "Bed-In" für den Weltfrieden (mit Heidi Klum, Claudia Schiffer und Kylie Minogue)...


...und sogar Saris Aktiv-Krabbelgruppe für junggebliebene Jungväter - weil diese Projekte, wie gesagt, erschreckend erfolglos blieben, bündeln wir unsere Kräfte wieder und bereiten uns auf den Neustart vor.

Das Vorbereitungsseminar

Wir veranstalten ein internes Seminar...


...unter der väterlichen Leitung von Ferenc. Man darf eigene Vorschläge entwickeln und den anderen präsentieren. Jede Idee wird diskutiert und anschließend von einer internen Expertenkomission...


...nüchtern analysiert. Es gibt einige gute Ideen für die Bühnenshow, nicht zuletzt musikalischer Natur. Allerdings sind nicht alle Ideen umsetzbar. So ist beispielsweise Saris Vorschlag, wie wir ein soundtechnisch wirklich erstklassiges Schlagzeug auf der Bühne simulieren könnten...


...schlicht und ergreifend nicht zu Ende gedacht.

Aber wir alle müssen jetzt intensiv an die Zukunft des weiteren WISE-GUYS-Zusammenlebens denken. Zum Beispiel daran, dass man nur dann ein gesundes soziales Gefüge erzeugen kann, wenn man gewisse Regeln einhält. Wenn die Konzertpause vorbei ist, wollen wir uns weiterhin gut verstehen. Wir sollten uns nie auf die Nerven gehen. Unser Seminar kommt in diesem Aspekt zu folgenden Lösungsmöglichkeiten:


Ideale Entschärfung eines drohenden zwischenmenschlichen Konflikts: Saris unverschämter Provokation begegnet Ferenc - sonst durchaus eher von aufbrausendem Temperament...


...hier mit erstaunlicher Gelassenheit. Trotzdem ist es unverzichtbar, dass Saris Fehlverhalten Konsequenzen hat. Das gerechte Strafmaß wird von der Gruppe gemeinsam
festgelegt...


...und umgehend in die Tat umgesetzt.

Wir müssen uns darauf besinnen, dass wir nur alle zusammen, dass wir nur zu fünft stark sein können. Innerhalb des Seminars lernen wir nämlich auch, uns mental auf die Schattenseiten unseres Musikerlebens einzustellen. Z.B. auf kreischende Fans...


...die uns bei Autogrammstunden tausendfach belagern und die uns unsere CDs aus den Händen reißen...


...wenn sie noch ein CD-Regal gratis dazu bekommen. Mit einer solchen entfesselten Massen-Euphorie kann man nur dann fertig werden, wenn man eine gesunde Selbsteinschätzung hat und mit beiden Beinen stets fest auf dem Boden steht. Dank dieser Qualität haben wir auch den Top-Ten-Erfolg unseres letzten Albums locker verkraftet...


...und die Kneipe mit nur geringen Verlusten weiterverkauft.
Auch gesundheitlich gilt es, jetzt schon vorzubeugen. Dies ist ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt. Passende Kleidung soll - jenseits aller optischen Auswirkungen - Erkältungen abwenden:


Beispielsweise das enorm wirksame Schädeldeckentuch zur Verhütung von Schädeldeckenverkühlungen in überklimatisierten Vans.

Ein weiteres wichtiges Thema des Seminars ist die Logistik und Organisation unserer Touren ab September 2003. Zunächst einmal sollten wir das Auto waschen, denn es geht ja dabei nicht nur um simples Durch-die-Gegend-fahren (Musikersprache: Touren), nein, hier geht es vielmehr um Repräsentieren. Und sogar bei der Autowäsche ist Zusammenhalt absolut unverzichtbar.


Seminarleiter Ferenc bei der Vorbereitung dieser Außenübung: Die Band wird in den von innen durch Kindersicherung geschützten und von außen verriegelten Van gesperrt. Die Waschanlage wird aktiviert, im Inneren des Fahrzeugs läuft Musik der "Flippers". Der Seminarleiter verpisst sich.
Jetzt kommt es auf die Teamfähigkeit...


...und Nervenstärke...


...jedes einzelnen Gruppenmitglieds...


...in Stresssituationen an. Und das schreibt man tatsächlich mit drei "s" (in diesem Zusammenhang eine längst überfällige Randbemerkung: "Ihr seid" kriegt am Ende ein "d", "ihr wart" hingegen ein "t". Exakt umgekehrt verhält es sich bei "seit gestern" und "er ward nie mehr gesehen. Ist allerdings nicht so wichtig).

Die Übung ist überstanden, alle haben sich bewährt und den Stresstest cool bis in die Haarspitzen über sich ergehen lassen. Ein zusätzlich positiver kleiner Effekt dieser Gruppenübung:


Das Auto ist sauber...


...wenn auch zunächst nur von außen. Aber man darf nach einer so langen Konzertpause auch nicht gleich alles überstürzen.

Seminarleiter Ferenc kommt zum letzten Punkt der Tagesordnung: Das Feiern. Fünf Monate keine Konzerte, das bedeutet auch fünf Monate ohne fröhliches Beisammensein, nette Unterhaltungen und Alkohol:


Ferenc leitet mit ein paar trockenen Sprüchen die Afterglow-Schulung ein. Zusammen mit unserer Technik-Crew müssen wir erst wieder mühsam erlernen, in Partystimmung zu gelangen...


...ohne primitiv zu wirken...


...und Gläser mit sicherem Griff (und ohne irgendetwas zu verschütten) dem Mund zuzuführen. Ferenc erinnert uns daran...


...dass man mit seinem Gegenüber auch anstoßen kann, mahnt uns aber auch, Maß zu halten, damit man sich auch beim Afterglow...


...stets eine vernünftige Perspektive bewahrt. Alles in allem müssen wir feststellen, dass wir uns auf einem sehr guten Weg befinden. Die noch verbleibenden acht Seminarwochen werden uns sicherlich so weit voranbringen, dass wir ab 1.September wieder alles im Griff haben dürften. In diesem Sinne:


Prost!



 
 
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