Der Südfrankreichstudioblock-Blog!

Unsere Session in den Poolhouse-Studios, St.Raphael


Samstag, 25.8.2007



Unsere Studio-Zeit in Südfrankreich ist inzwischen vorbei. Wir haben einige schöne Songs aufgenommen und man findet uns seitdem in den hiesigen Konzertsälen wieder. Es macht viel Spaß, wieder auf der Bühne zu stehen, aber an das Deutsche „Sommerwetter“ konnten wir uns nur schwerlich gewöhnen.

Zu unserer Zeit in Frankreich gibt es noch ein wichtiges Detail nachzutragen, das in unserem Blog bislang noch keine Erwähnung gefunden hat. Wir haben nämlich, um den Kopf zwischen den Aufnahme-Sessions frei zu bekommen, einen neuen Sport erfunden, den wir
Pool-Boule oder kurz BOOL genannt haben. Dabei hat er mit dem Boule-Spiel herzlich wenig gemein. Es ist vielmehr eine ungewöhnliche Mischung aus Wasserball, Volleyball und „Hoch Eins“.


Die Regeln mögen dem nicht Initiierten hölzern vorkommen, doch wir können euch versprechen, dass es ein Spaß für Groß (Erik) und Klein (Clemens) ist. Und so wird’s gespielt:

Man nehme einen mittelgroßen Pool und bestücke ihn mit fünf bis sechs mittelgroßen Gesangsheinis und einem Plastikball. Jeder Mitspieler hat zu Beginn fünf Punkte. Einer muss zu Beginn ins Tor, dafür bekommt er einen Punkt mehr, also sechs Punkte. Als Tor diente uns die rolloartige Poolabdeckung.

Ziel des Spiels ist es, alle seine Mitspieler zu „nullen“, d.h. ihnen alle Punke abzujagen.

Kassiert man als Torwart ein Tor (so wie hier beispielsweise Clemens, den man hinter der Pool-Abdeckung erahnen kann), so verliert man einen Punkt.


Geht der Ball am Tor vorbei oder hält der Torwart den Ball muss der unglückliche Schütze ins Tor (Hier wehrt Eddi einen unhaltbaren Ball von Ferenc ab).


Eine besondere Dynamik gewinnt das Spiel daraus, dass in einem solchen Fall sofort weiter gespielt werden darf. Nicht selten hat der neue Torwart bereits sein erstes Tor kassiert noch bevor er im Tor angekommen ist.


Die Feinheiten:
Berührt der Ball zunächst die Wasseroberfläche und trifft dann das Tor, so wird der Treffer nicht gezählt.


Der Gummipunkt: Der erste Spieler, der in einer Partie genullt wird, erhält einen Gummipunkt.


Der letzte Punkt: Verliert ein Torwart seinen letzten Punkt, so bekommt der Torschütze den Punkt gutgeschrieben. Dafür muss er aber auch ins Tor.


Zombies: Wer genullt wird, bekommt eine letzte Chance, ins Spiel zurückzukehren: Er spielt als so genannter „Zombie“ weiter mit und hat genau einen Versuch, ein Tor zu erzielen. Geht der Schuss daneben oder wird er von Torwart gehalten, ist der „Zombie“ endgültig raus. Trifft er aber, bekommt er einen Punkt, darf wieder regulär mitspielen, muss aber direkt ins Tor. Wenn er auch den einen Punkt wieder verliert, ist er ebenfalls draußen.

Überflüssige Sonderregeln:
Prallt der Ball vom Tor ab und wird aus der Luft erneut verwandelt (quasi ein Doppeltor), so bekommt der Schütze des zweiten Treffers einen Punkt gutgeschrieben.
Hier noch ein paar Schnappschüsse

Zwei Grazien beim Schmetterball:


Eddi oder Üw, wer weiß das schon? Und wo ist überhaupt Ferenc?


Der geht mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach - gut gelaunt, wie immer:




Freitag, 24.8.2007


Tja, wir sind im Rückstand mit unserem Studioblockblog... obwohl es noch viele neue Bilder gibt und wir viel erlebt haben. Aber man darf nicht vergessen, dass wir ja eigentlich hier sind, um die neue CD aufzunehmen. Und deshalb haben wir auch tatsächlich viel, viel weniger Freizeit, als man anhand der Fotos hier glauben könnte.

Unser normaler Tagesablauf sieht folgendermaßen aus:

Zwischen sieben und neun stehen wir auf. Da wir sehr unterschiedliche individuelle Tagesanfangsdispositionen haben, frühstücken wir nie alle zusammen. Aber irgendwer zieht irgendwann los und kauft sechs Baguettes. Alles Weitere findet sich in der Küche. In den letzten Tagen war es wieder heiß genug, schon morgens draußen essen zu können.

Um 10:45 Uhr beginnt die gemeinsame Probe mit Erik: Ausführliches Einsingen, Harmonie-, Intonations- und Intervallübungen, dann die konkrete Arbeit an den neuen Songs. Wir haben einen Überaum eingerichtet, in dem Ferenc in ein Mikro singen kann (als Einziger), so dass die tiefen Frequenzen schon beim Üben besser durchkommen. Außerdem singen wir die Songs auf einen Klick-Track, der das richtige Tempo vorgibt, das uns später im Studio erwartet.
Erik gibt viele Hinweise zu rein musikalischen, aber auch gestalterischen Dingen - wir fünf bringen uns natürlich auch stark ein. Heute haben wir z.B. noch mal zwei Hauptstimmen getauscht.

Gegen zwölf beginnen dann die Aufnahmen im Kellerstudio, das angenehm kühl ist. Uwe sitzt als Produzent immer mit Eddi oder mir (Dän) im Regieraum. Wir hören denjenigen ab, der gerade seine Stimme einsingt. Auch hier wird noch viel experimentiert und verändert. Manchmal dauert es lange, bis eine Stimme perfekt "auf Band" (es ist ja gar kein Band mehr...) ist, manchmal geht es überraschend schnell. Bisweilen stellen wir auch fest, dass wir unsere Stimme einfach noch etwas üben müssen, bevor sie CD-reif ist.

Wenn einer mit einem Song fertig ist, kommt der nächste dran. Wer nicht im Studio ist, übt im Wohnhaus entweder allein oder mit Erik - oder im Rahmen einer Gruppenprobe, an der zwei bis drei von uns beteiligt sind.

Gegen halb neun abends essen wir dann tatsächlich gemeinsam zu Abend. Tagsüber macht sich jeder nur schnell was zwischendurch, aber das Abendessen wird regelrecht zelebriert, zumal man uns hier sehr gut bekocht. Wenn diese Zeremonie gegen zehn vorbei ist, wird aber häufig noch weiter aufgenommen. Manchmal endet der Studiotag nach Mitternacht.

So haben eigentlich alle immer was zu tun. Aber natürlich wäre dieser Blog hier für Euch extrem langweilig, wenn wir nur von der Arbeit berichten würden. Das zwanzigste Foto von uns mit Kopfhörer hinterm Mikro würde Euch sicher auch nicht mehr so irrsinnig begeistern. Deshalb schreiben wir hier mehr über die Freizeit, die zwar knapp, aber doch vorhanden ist. An den beiden freien Tagen kam da natürlich besonders viel zusammen....

Morgen also wieder bunte Bildchen...


Donnerstag, 23.8.2007


Es ist uns zugetragen worden, wir sollten im Blog weniger von unserer Freizeit und mehr von unserer Arbeit berichten. Selbstverständlich. Könnt ihr haben. Hier kommt also der Arbeitsblog:

Das sind wir beim Üben:


Dies ist Das Studio, in dem wir arbeiten (von außen):


Und das ist übrigens der Pool direkt neben dem Studio, in dem wir (normalerweise) arbeiten:


Das ist Ferenc. Er hat in der vergangenen Woche zwei neue Vokale gelernt:


Hut ab, Ferenc.


Du auch, Sari!

Danke. Erik möchte die Palette um einen weiteren Vokal erweitern. Bitte schön:


Trotz redlicher Bemühungen geht die Arbeit heute nur schleppend voran.
Ferenc kann einfach nicht, wenn jemand zuschaut ...


... und sowohl Dän, als auch Sari verwechseln sich n-harmonisch mit einem Konzertpianisten.


Der einzige, der etwas vernünftiges zu Stande bringt, ist „Üw le Producent“:

Hier produziert er gerade erfolgreich ein Nutella-Baguette.

Plötzlich wird unserer Arbeit lautstark von einem schriftlichen Hilfegesuch unterbrochen

„Zoro use Uwe“ - Zoro braucht Uwes Hilfe. Das lässt sich Üw nicht zweimal sagen.
Sondern lieber dreimal, denn seit dem Angriff der Killertomaten ist er auf einem Ohr betriebsblind.

Um die Welt zu retten braucht Zoro ein optisches Audio-Interface mit intergalaktischer Doppelantenne. „Le Producent“ hat zwar keines parat, doch dank seines Improvisationstalents können wir Zoro trotzdem helfen.


Anschließend proben wir weiter.

Doch es entbrennt ein Streit um das einzige Mikrofon.

Eddi: „Schau mal, Ferenc, da: Ein Steak ...“


... und er entreißt ihm – heimtückisch, jedoch ein wenig zu gut gelaunt - das Mikrofon.

1 : 0 für Eddi

Ferenc gefällt das nicht und er setzt zum Gegenschlag an.

Doch Erik hechtet in letzter Sekunde dazwischen und rettet den Gruppenfrieden.

Auf den Schreck bestellt sich Eddi erstmal ein Bier


Wir beschließen den Abend mit einem zünftigen Grillgelage


Zum Nachtisch gibt es flambierte Bananenschalen.


Und Ferenc?
Der hat das Flutlicht angemacht und entspannt mal wieder bei seiner Lieblingsbeschäftigung:




Mittwoch, 22.8.2007

Unser erster freier Tag! Bis auf Erik, der seine Schwester besucht, und Dän, der lieber wandern möchte, gehen alle am Nachmittag tauchen.


Uwe bietet uns das Mitfahren in seinem coolen ...

...Landrover an.

Sari klaut kurzerhand ein französisches Fahrzeug, weil nicht alle in Uwes coolen Landrover hineinpassen. Hier lässt er per Telekinese die Fahrertür aufspringen.



An der Taucher-Station angekommen, verhandelt Uwe mit Didier. (Didier leitet eigentlich das Studio und nicht die Taucher-Station, aber das ist Uwe egal.)

„Wenn's geht, wäre es schön, wenn die Jungs am Ende unten bleiben würden“, schlägt er vor...

...und stellt sich vor, wie sich dann alle seine Sorgen in Luft auflösen würden.


Derweil muss Zubehör anprobiert werden. Kein triviales Unterfangen für die Wise Guys.


Diese Taucherflosse beispielsweise scheint Clemens zwar recht gut zu passen...


...doch ist ihr Auftrieb viel zu stark für seine relativ leichten Beine, das stellt sich schon an der Luft heraus.


„Das haben wir gleich“, meint Uwe und tritt die hinterhältige Flosse zu Boden.

Während Clemens weiter mit den Problemen des Auftriebs kämpfen muss...

... gehen die anderen einen Schritt weiter, auch... äh... ausrüstungsmäßig: zu den Taucheranzügen.


Einen form- und farbschönen Unterwasseranzug zu finden, ist für den Ästheten Üw nicht ganz einfach.


Die dazu passende elegante Körperhaltung fällt ihm hingegen ganz leicht.



Sonst denken wir uns ja viele Bildunterschriften aus, aber an dieser Stelle reicht es, einmal Uwe ganz unverfälscht und echt zu zitieren. Er sagte nämlich nach dieser Aufnahme: „Angriff der Killertomaten.“

Angriff der Killertomaten.


Die Oberkillertomate rekrutiert neue Killertomaten, hier Sari.


Sari erteilt wiederum Ferenc den Killertomaten-Ritterschlag.


Unsere tauchererfahrene Killertomate Ferenc.


Killertomate Clemens.


Killertomate Eddi.

„Halt!“ ruft Üw gebieterisch.

„Killertomaten müssen ihre Gesichter vor Angriffen schützen“, meint er und teilt erst mal aus.

Und zwar teilt er Taucherbrillen aus.

Die gefährlichen Killertomaten in Taucherbrillen.








Sari hat vor lauter Aufregung bereits den berüchtigten Taucher-Knickdaumen.

„Wann geht es denn endlich los?“, meint er.

„Wenn ihr euch endlich zu mir aufs Boot gesellt!“ antwortet Üw.


„Hallo! Uwe!“ winken ihm alle anderen zu. „Da bist auf dem falschen Boot! Alle warten auf dich!“


Verärgert fordert Uwe völlig zu Recht: „Demnächst sagt ihr mir gefälligst früher Bescheid!!“


„Aye, aye, Sir!“ antworten seine Untergebenen und kehren überraschend bereits vom Tauchen zurück.

Das Tauchen war übrigens sehr schön, nur konnten wir es nicht im Foto festhalten, da wir keine wasserdichten Kameras besitzen.

„In Wirklichkeit war ich doch mit dabei“, beruhigt Üw die werte Leserschaft.

Das Tauchen war klasse – Ferenc und Didier sind erfahrene Taucher; Uwe, Sari, Clemens und Eddi wurden dagegen „getauft“, waren also Erstlinge. Eddi wurde auch gleich von einer Feuerqualle mitgetauft:

„So'n Hals!“ meint er entspannt.


Unsere Erstlinge mit ihren Tauch-Tauf-Diplomen.

Während die Diplome noch ausgestellt wurden (in Paris – das dauert!), ist Ferenc bereits zurückgefahren, um seiner Lieblings-Entspannungstätigkeit nachzukommen:

Den Pool reinigen.

Und Dän?

Der schweigt sich über seine Wandererfahrungen (4km an der völlig überfüllten Route Nationale entlang ins touristisch völlig überlaufene St. Rafael, 4km zurück) bei einer Tasse Kaffee lieber aus.


Dienstag, 21.8.2007

Ein gemeinsames Frühstück ist ein guter Start in den Tag. Dabei kann man auch das lustige Spiel „Baguettchen drehen“ spielen. Bei diesem Spiel werden zwei Baguettes gedreht, und der, auf den sie zeigen, ist für den ganzen Tag „Eriks Liebling“.


Das Baguette weist auf Erik. „Eriks Liebling“ Erik darf daher auch während der Probe sitzen, ...

... während alle anderen stehen müssen. Überhaupt steht dieser Tag heute für die fünf Wise Guys und ihren wackeren Gesangscoach ganz im Zeichen des Probens. Denn wenn die neuen Lieder in der Gruppe gut klingen, stehen die Chancen im Allgemeinen gut, dass sie auch am Mikro gut rüberkommen.

Uwe (Üw la Production) hingegen verbringt den ganzen Tag allein im Studio, um technische Probleme aus dem Weg zu räumen (schon wieder diese Klima-Anlage) und „Guide Mouth Boxe“ zu „editieren“. Was auch immer das heißen mag: Anstrengend ist es. Entsprechend fertig ist Üw am Abend und verkündet:

„So wahr ich Üw heiße: Morgen ist arbeitsfrei.“

Erik setzt noch einen drauf und prophezeit kryptisch:

„Auf wen die Hand fällt, der ist morgen mein neuer Liebling.“

Sari versteht diesen Ausspruch (wie wir alle) nicht.

„Auf wen die Hand fällt? Wessen Hand? Hä?“ Vorsichtshalber versteckt er mal seine Hände unter dem Tisch.


Clemens meint aufgeräumt und selbstbewusst: „Meine Hände gehören mir!“


Ferenc lässt sich ebenfalls „lieber nur handlos“ fotografieren. „Jeder will mal Eriks Liebling sein, aber das Risiko gehe ich nicht ein“, sagt er fröhlich leuchtend.

Uwe „Uwwe“, besser bekannt als Üw, hat sich mittlerweile von den Strapazen des Tages schon einigermaßen erholt. Befreit klärt er die Wise Guys auf:

„Ihr habt doch eh keine Chance, Jungs!“ Sari lacht mit, obwohl er nicht weiß, worum es geht.

"Eriks neuer Liebling ..." (fährt Uwe fort)

"... sitzt doch schon die ganze Zeit unter dem Tisch." Na, das ist ja mal ein Ding!

P.S. Nein, das ist kein Ding, sondern der Husky Husta.

Montag, 20.8.2007

Wir fragen uns, wo Clemens eigentlich ist. Seit zwei Tagen haben wir ihn nicht mehr gesehen. In einer mutigen Aktion konfrontieren wir Uwe mit dieser Frage. Er gibt zu, ihn aus pädagogischen Gründen in den Kühlschrank gesperrt zu haben.


Wir befreien Clemens und frühstücken.

Uwe schwächelt und zeigt menschliche Züge: Wir dürfen die Proben mit Erik heute wegen der Hitze ausnahmsweise im Pool machen. Ferenc und Sari beschließen, ihre durch die Dunkelheit im Studiokeller sensibel gewordene Haut mit Taucheranzügen zu schützen.

Ferenc begibt sich in den Proberaum...



...und übt zum Einsingen die Rückwärts-Stelle aus "Buddy Biber". Saris Taucheranzug ist zu klein. Er versucht, seiner Enttäuschung darüber...


...mit autogenem Training Herr zu werden.

Die Probe beginnt. Erik macht eine Atemübung mit uns:

Erst tief Luft holen und dann sanft abtauchen. Sari und Ferenc...


...haben nicht zugehört und die Übung deswegen auch überhaupt nicht verstanden.


Erik ist stinksauer und bricht die Probe eigenhändig ab. Wir werden wieder in den Keller gesperrt.

Zum Glück reißen wir uns den Rest des Tages zusammen und machen fantastische Gesangsaufnahmen im Studio. Die Stimmung schlägt wieder zum Positiven um: Uwe gestattet uns einen Fernsehabend. Natürlich besteht er darauf...


...das Programm selbst auszuwählen. Immerhin gibt es hier über Satellit praktisch alle deutschen Fernsehkanäle. Uwe schaltet das DSF ein. Der 1.FC Köln spielt gegen Aachen...


und das Spiel ist von atemloser Rasanz und Spannung.


Der FC verliert 0:1. Wir gehen zufrieden ins Bett, denn alles ist so wie immer. Die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein.


Sonntag, 19.8.2007

Eine Menge Arbeit erwartet uns: Unsere Imageberatungsfirma hat uns mehrere hysterische Faxe ins Poolhouse-Studio geschickt: Wir sollen gefälligst mehr Bilder von der Arbeit und weniger vom Faulenzen auf die Homepage stellen. Gesagt, getan: Hier ein Blick auf Uwes Arbeitsplatz...

...Uwe selbst ist gerade nicht im Bild.

Dann ein exklusiver Blick auf die Noten unserer neuen Songs:

Bitteschön! Die Noten liegen hier zufällig gerade rum. Das Blaue ist übrigens ein Metronom.


Und hier noch unser Arbeitsplatz: Das Studiomikrofon. Zufällig ist gerade keiner am singen.

Allerdings soll wirklich niemand meinen, wir hätten es hier leicht. Unser Produzent und Drill-Instructor Uwe "Üw" Baltrusch weckt uns schon früh morgens zum Morgenappell: Den ersten Kaffee bekommt nur, wer vorher in den Pool gesprungen ist...



...ohne sich die Haare nass zu machen. Alle, denen das nicht gelingt, müssen den Rest des Tages...


...mit einer albernen Kopfbedeckung rumlaufen und bekommen nur Tee.


Allein Saris gute Laune bleibt trotz dieser Schikanen ungetrübt.


Die herrliche Umgebung schmerzt. Schließlich lässt Uwe uns täglich nur insgesamt zwanzig Minuten lang aus dem Studiokeller ans Tageslicht.


Nachmittags gibt's dann noch einen zweiten Kaffee an Land. Uwe hat Dän die blaue Tasse zugeteilt. Zwei Minuten Pause, dann geht's wieder mit einer Fußfessel in den Aufnahmeraum, den Uwe bewusst auf 8 Grad Celsius kühlt, um uns wach zu halten.

Ein bisschen Spaß und Freizeit ist uns nur nachts vergönnt. Gegen drei stehlen wir uns aus unserem Sechs-Mann-Schlafraum, am schlummernden Uwe vorbei. Endlich können auch wir....


...den Pool leise nutzen. Sari leistet sich noch eine absolut...


...geräuschlose Arschbombe. Dann gehen wir wieder schlafen. Ein harter Arbeitstag liegt vor uns.


Samstag, 18.8.2007

Am Samstagvormittag treffen wir uns am Köln-Bonner Flughafen, um mit der Fluggesellschaft "Deutscheflügel" (die heißen echt so!) nach Nizza zu fliegen. Dort in der Nähe, in St.Raphael direkt an der Mittelmeerküste, hat unser Produzent Uwe "Üw" Baltrusch ein Studio gemietet, das den schönen Namen "Poolhouse" ("Schwimmbadhaus") trägt. Völlig zurecht übrigens.

Seit dem letzten Album machen wir stets eine unserer Aufnahmesessions im Ausland. Einerseits können wir wesentlich konzentrierter arbeiten, wenn wir von zu Hause weg sind, zum anderen ist es natürlich auch sehr schön, sich in einer ganz anderen Atmosphäre zu befinden. Das Motto diesmal: Singen, wo andere Leute Urlaub machen. Am Flughafen von Nizza...


...warten wir nur kurz auf unsere Koffer und sind dabei...


...in blendender Laune (unser Koffer, nicht wir).


Didier, der freundliche Besitzer des Studios, holt uns am Flughafen ab. Er spricht übrigens zum Glück Englisch, denn außer Ferenc können wir alle nur auf ein bereits extrem verblichenes Schulfranzösisch zurückgreifen. Wir können vokabeltechnisch und grammatikalisch eigentlich nicht viel mehr sagen, als dass Monsieur Dubois sich gerade im Wohnzimmer befindet, was einem in manchen Alltagssituationen in Frankreich allerdings kaum weiterhilft.


In Didiers Van ist es ein bisschen eng. Um zusammen aufs Foto zu passen, müssen wir nicht zusammenrücken.


Im Studio empfängt uns Uwe, der schon zwei Tage vorher angereist war, und serviert uns ein paar Snacks ("Les Snacks").


Dann sprechen wir über die Arbeitsaufteilung für den Tag. Ferenc soll zunächst dafür sorgen...


...dass der Pool sauber wird. Er macht das ganz hervorragend. Sari erhält die Aufgabe, so zu wirken, als sei...


...alles total toll und als habe er blendende Laune. Eine echte Herausforderung für ihn.


In diesem Haus hier wohnen wir. Alle haben Einzelzimmer, außer Eddi und Erik, unserem Gesangscoach. Die haben ein Doppelzimmer. Das soll den Teamgeist fördern. Und zwar den Teamgeist von Eddi und Erik, unserem Gesangscoach.

Übrigens ist es sehr warm hier. Wir sagen jetzt nicht genau, wie warm, weil wir bei unseren werten Deutschlandsommernullsiebenwetterfrustrierten Surfern keine unnötige Aggression erzeugen wollen, aber es ist wirklich sehr sehr warm. Sehr sehr sehr warm. Praktischerweise hat man das Studio deshalb...


...in den Keller gebaut. Man erreicht es über eine schmale Teppe. An deren Fuße gelangt man...


...in den Regieraum mit dem großen Mischpult. Und dann geht's in den Aufnahmeraum. Den ersten Tag verbringen wir mit üben und Tempobestimmungen. Dabei sehen wir folgendermaßen aus: