Hallo zusammen!
Ich möchte Euch davon erzählen, warum es mir in den letzten Wochen und Monaten so gut geht. Abgesehen von meiner tollen Familie und den in letzter Zeit überraschend erträglichen Kollegen hat das zwei Gründe. Einerseits bin ich stimmlich besser drauf denn je, was ich auf die tollen Logopädiesessions zurückführen kann, die ich in den letzten Wochen hatte. Dadurch habe ich gelernt, besser in den Bauch zu atmen und weniger Druck auf die Stimmlippen zu geben. Ich bin nach und während der Konzerte fitter - ein super Gefühl.
Zum Zweiten liegt es daran, dass geistig ausgeglichen sowie körperlich ziemlich fit und gesund bin, und das liegt wieder an dem, was ich so esse:

Cocktailtomaten mit Sonnenblumenpaté

Spaghetti marinara

Himbeereis

Crêpes
Leckere Sachen! Und alles - haltet Euch fest - alles Rohkost. Alle Bilder sind von der Seite rohkoestlich.com mit freundlicher Genehmigung von Nelly Reinle-Carayon. Diese Rohköchin hat ein Rezeptbuch verfasst, das ich zum Geburtstag bekommen habe. Es ist so schön gestaltet, dass es diverse Preise abgeräumt hat (natürlich auch in Konkurrenz zu konventionellen Kochbüchern). Seit ich dieses Buch zum Geburtstag bekommen habe - danke, Jutta und Udo! - bin ich "auf dem Rohkost-Trip".
Das heißt, ich esse seit über zwei Monaten (fast) nichts, was über 41° erhitzt wurde - also nichts Gekochtes, Gebratenes, Gedampftes oder Gegrilltes. Dadurch bleiben die Enzyme in den Pflanzen erhalten, die unserem Körper so gut tun. Außerdem esse ich kein Fleisch, keine Milchprodukte (bis auf Joghurt), trinke keinen Kaffee und keinen Alkohol. Eine Komplett-Entgiftung scheint stattzufinden, und ich habe deutlich abgenommen. Keine Sorge: Ich nehme nicht weiter ab, sondern ab jetzt eher wieder ein bisschen zu. Fakt ist wie gesagt: Ich fühle mich blendend, auch meine Bühnen-Fitness profitiert davon.
"Wie kann man dann so leckere Sachen zubereiten, wie man sie oben auf den Fotos sieht?" - Nun, ein paar Geräte habe ich mir schon zugelegt: Einen Standmixer (z.B. für sog. "Grüne Smoothies", püriertes Obst mit Blättern), ein Dörrgerät (um z.B. aus Bananenmus Fruchtleder zuzubereiten, aus denen man dann die oben gezeigten Crêpes rollen kann.
"Ist das nicht sehr aufwändig?" - Einerseits ist das schon manchmal aufwändig. Im Moment macht es mir aber noch viel Spaß, und wenn es mal schnell gehen soll, reicht auch zum Beispiel eine Handvoll getrocknete Tomaten und Cashewkerne.
"Wie lange noch?" - Mal sehen, im Moment weiß ich nur, dass es mir gut geht.
"Wie bist du darauf gekommen?"
Ich habe schon mal vor etwa 15 Jahren eine kurze Rohkost-Phase gehabt, inspiriert durch das Buch "Raw Energy" von Leslie und Susannah Kenton, das mir damals meine Mutter gegeben hat. Und da es mir so gut ging, hatte ich immer im Hinterkopf: Das machst du irgendwann wieder.
Der Rohkost-Trip ist wirklich wie ein Trip: Meine Energie (damit hatte ich sowieso nie größere Probleme) ist meist über den Tag ziemlich gleichbleibend auf einem hohen Niveau, und ich fühle mich fast immer sehr positiv. Wirklich sehr angenehm. Das ist auch der Grund, dass ich das "durchhalte" und den Versuchungen von Pommes, Rührei oder Latte macchiato widerstehen kann: Es ist für mich weniger ein Verzicht als viel mehr ein großer Gewinn. - Übrigens: Wer nicht so radikal sein will, gewinnt auch schon sehr viel davon, punktuell Rohkost in den Alltag zu integrieren. Hier und da ein Salat oder Obst, das tut uns schon sehr gut.
Und jetzt freue ich mich auf unser Konzert heute Abend, hier in Passau. Ich wünsche Euch noch schöne Sonnen- (oder bald wieder Regen-)tage! Liebe Grüße Euer
Eddi