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Eddis Blog

23.05.1999: Sonntag, 23. Mai 1999, 13:14

Guten Tag.

Ich wollte mal allen frohe Pfingsten wünschen. Ich weiß nicht, ob mir etwas wirklich Witziges einfällt, deshalb drucke ich an dieser

Stelle einfach mal ein kleines Erlebnis ab, das wir vor etwa einem Jahr hatten. Liebe Grüße von



Eddi.

P.S. Bitte den falsch formatierten vorigen Beitrag ignorieren.





„Die Wise Guys bitte zum Soundcheck auf die Bühne!“

Normalerweise brachte dieser Satz uns nicht zum Lachen. Diesmal erschallte er über die Saalanlage der Kölner Sporthalle. „Dat Letzte ... tschüss Sporthall“ war der Name der Veranstaltung, mit der der beliebte Konzertsaal verabschiedet und den Abrißbirnen übergeben werden sollte. Bei einer solchen Show dürfen in Köln Gruppen wie die Höhner und die Bläck Fööss natürlich nicht fehlen. Die Wise Guys wurden erst relativ spät angefragt, und wir waren ziemlich erfreut darüber, erstmals (leider auch zum letzten Mal) in der Sporthalle auftreten zu können.

Hannes Schöner, unser CD-Produzent und Mitglied der Höhner, kannte den Hauptverantwortlichen für „tschüss Sporthall“ und hatte einige Tage vorher die Vermutung geäußert, daß die Organisation chaotisch werden könnte. Sicherheitshalber verabredeten wir uns also bereits um viertel vor drei in meiner Wohnung in der Rubensstraße, obwohl der Soundcheck erst für vier Uhr geplant war. Mit von der Partie waren selbstverständlich Kralle, unser Mischer, und Uwe, der normalerweise unsere CDs aufnimmt. Er war bei diesem Konzert dafür verantwortlich, im Ü-Wagen des WDR unseren Ton zu fahren. So konnten wir hoffen, daß im unwahrscheinlichen Fall einer Übertragung unseres Auftritts die Fernsehzuschauer mit dem Klang der Wise Guys zufrieden sein würden.

Daniel und ich hatten an diesem Tag bereits einige Stunden mit dem Arrangieren neuer Lieder in meiner heillos unordentlichen Wohnung zugebracht. Uwe kam eine Viertelstunde zu spät und verbreitete den starken Duft von Rasierwasser, hinter dem sich erfolglos eine Alkoholfahne zu verbergen versuchte. Wie Uwe später Daniel und mir in seinem alten BMW auf dem Weg in die Sporthalle erläuterte, waren am Abend vorher noch zehn Leute vor seiner Tür erschienen. Er wollte sich eigentlich gerade schlafen legen, denn war es fünf Uhr morgens. Im Zustand völliger drogenbedingter Willenlosigkeit mußte er während der Feierlichkeiten in seiner Wohnung dann sehenden Auges gewahr werden, daß ihn „eine Alte pflückte“. Seine Verspätung kam nun daher, daß er sich am nächsten Morgen etwas länger schlafend gestellt hatte, bis sie verschwunden war und ihn nicht mehr nach seiner Telefonnummer fragen konnte.

Jedenfalls waren wir bereits um halb vier in einer Sporthalle, in der die Beleuchtung und die Dekoration nicht danach aussahen, als würden sie innerhalb der nächsten halben Stunde fertig werden und einen Soundcheck ermöglichen. Ein Blick auf die aushängenden Ablaufpläne bestätigte immerhin unseren Soundcheck um sechzehn Uhr; als nächste Gruppe war um siebzehn Uhr „Theo Torfs Big Band“ eingeplant.

Das Organisieren von Kaffee nahm eine knappe halbe Stunde in Anspruch. Wir irrten auf der Suche nach der Kantine oder einem Kaffeeautomaten in verschiedenen Kleingruppen durch die Katakomben der Sporthalle. Schließlich entdeckten wir die Kaffeemaschine dort, wo wir zuerst in den Innenraum hereingekommen waren. Gegen sechzehn Uhr setzten wir uns dann auf ein paar Sitze in dem großen Saal, um vor Beginn unseres Soundchecks ein paar interne Fragen zu klären. Währenddessen fanden sich allmählich die ersten Mitglieder von Theo Torfs Big Band auf der Bühne ein, und es erklangen Posaunen, Saxophone und Trompeten. Kralle versuchte sich mit dem technischen Personal der Sporthalle abzusprechen, und Uwe stierte gedankenleer vor sich hin. Als die Techniker nun auch Musikaufnahmen in den Saal einspielten, begann der Lärmpegel an unseren Nerven zu zehren.

Wir beschlossen also, den unsicheren Weg in die Kantine auf uns zu nehmen, um dort in Ruhe unsere Termine besprechen zu können. Ein Regieassistent der Sporthalle begrüßte uns, als wir aufstanden, und wir nahmen die Gelegenheit, ihn zu fragen, wie lange es denn noch bis zum Soundcheck dauern würde. „Etwa eine halbe bis Dreiviertelstunde“ sagte er in entschuldigendem Tonfall. Im gleichen Augenblick hörten wir aus dem Lautsprecher den Satz „die Wise Guys bitte zum Soundcheck auf die Bühne“.

Der Soundcheck selbst ist dann Routine: Erst mal eine Dreiviertelstunde herumstehen, bis die Techniker alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt haben (der Regieassistent hatte doch Recht). Saris Mikrophonsender funktioniert lange Zeit gar nicht. Ferenc, der als einziger auf „In-Ear-Monitoring“ zurückgreift, hat hauptsächlich Störgeräusche im Ohr. Die Bühnenmonitore klingen dagegen besser: Das gelegentliche ozeanische Rauschen stört eigentlich nicht, sondern verbreitet eine besondere Atmosphäre. Der WDR macht keine Kameraprobe, verspricht aber, beim Auftritt selbst keinen wichtigen Einsatz zu verpassen. Uwe hat im Ü-Wagen mehr Brummen als Gesang auf den Kanälen. Währenddessen hängt uns die ganze Zeit Theo Torfs Big Band im Nacken, die überraschend noch vor uns Soundcheck machen will, obwohl sie noch gar nicht ganz verkabelt ist. Einer der Saxophonisten wirft uns lautstark vor, er müsse spätestens um viertel vor fünf weg.

Was Kralle uns aus etwa sechzig Metern Entfernung vom Haupt-Mischpult aus zuruft, können wir nicht hören, denn bei dieser Veranstaltung ist eine Mikrophonverbindung vom Mischpult zur Bühne sicher überflüssiger Luxus. Wir können nur erahnen, daß er sagt: „Ihr müßt ruhijer werden.“

10.05.1999: Montag, 10. Mai 1999, 10:53

Bei Saturn gibt es unsere CD also noch nicht.

Aha.

Ich werde jetzt gleich mal zum ProMarkt gehen (bei mir um die Ecke), und wenn die auch noch nichts haben, rufe ich bei unserer Plattenfirma an und mach mal so RICHTIG Ärger.

Ich höre ja auch schon den ganzen Tag WDR2, und die haben uns auch noch nicht gespielt.

Auch NDR2 nicht. (War eine lange Fahrt nach Braunschweig.)

Ich kann nur alle Leserinnen und Leser bitten, "ihre" Plattenläden zu nerven. Wenn sich das nicht bald ändert, werde ich die privaten Telefonnummern der beiden Plattenfirmen-Bosse hier abdrucken, und dann Halleluja.

Schönen Gruß an alle von

Eddi.

29.04.1999: Donnerstag, 29. April 1999, 22:16

Hier ist die (auch orthografisch) korrigierte Reihenfolge der Lieder auf unserer neuen CD:

1. Skandal

2. Meine heiße Liebe

3. Liebe im Internet

4. Probier's mal mit 'nem Baß

5. Ich bin grumpig



6. Mädchen lach doch mal!

7. Die Comedian Harmonists

8. Ein Herz und eine Seele

9. Flunder gibt es immer wieder

10. Mann & Frau



11. GoldenEye

12. Der letzte Martini

13. More than words



14. Sie ist die Beste



15. Root Beer Rag

16. Es tut so weh (live)

17. Schwachkopf (Remix99)

27.04.1999: Dienstag, 27. April 1999, 22:34

Endlich wieder da aus den USA. Hallo an alle, nächste Woche erscheint endlich unsere heißersehnte neue CD!!

Grüße von Eddi.

05.04.1999: Montag, 05. April 1999, 21:54

Frohe Ostern wünsche ich zunächst allen Besucherinnen und Besuchern unserer Heimatseite.



Hat eigentlich irgendjemand von Euch von dem "WISE GUYS und Harmoniemusik"- oder "Klassik meets a-cappella"- oder "Köln plus London"-Projekt gehört, das wir am Wochenende vor Ostern abgezogen haben?



Das war jedenfalls ein entscheidender Grund dafür, dass ich mich einige Tage nicht gemeldet habe, da doch etwas mehr Arbeit und Stress anfiel, als sonst sowieso schon üblich. Ich hatte zwei Schwestern zu Besuch - eine davon federführend im englischen Holzblasquintett "Harmoniemusik" tätig - und alle mussten kräftig üben und proben, denn es galt, teilweise ganz neues Repertoire

einzustudieren. Als wir uns am Mittwochabend das erste Mal zu zehnt gegenübersaßen, klang alles noch wie Kraut und Rüben. Doch mit dem Ergebnis war sogar der Musikkritiker des Bonner Generalanzeigers hochzufrieden (ich hoffe, jemand druckt diesen Artikel im Netz ab...)



Bleibt nur zu sagen, dass ich sehr dankbar bin, dass meine Kollegen und die meiner Schwester so gut mitgezogen haben, und dass dann letztlich alle drei Konzerte hemmungslos ausverkauft waren. Für mich war es eines der schönsten Ereignisse in meiner musikalischen Karriere!




Übrigens: Am Dienstag, den 6. April um 23 Uhr ist CHAT-Time!

21.03.1999: Sonntag, 21. März 1999, 9:56

Unsere CD ist beinahe fertig. Unser "Produzent" und Ton-Ingenieur "Uwwe" sitzt jeden Tag im Schweiße seines Angesichtes im Tonstudio und mischt einen Titel nach dem anderen ab.



Ich bin mit allem, was bisher da ist, super zufrieden. Heute abend nehmen wir "Liebe im Internet" ab, und dann fehlt nur noch der Remix von... aber darf ich das überhaupt erzählen? Naja, ich will mal nicht so sein, es muß ja auch schon ein ziemlich verbissener Fan sein, der sich bis hierhin durchkämpft! Also es kommt noch der Remix99 von "Schwachkopf". Der wird - glaube ich - völlig genial.





Bis bald, herzliche Grüße, schönen Sonntag!

14.03.1999: Sonntag, 14. März 1999, 17:6

Endlich haben wir "Urlaub". Davon ist allerdings aufgrund von Fotoshooting und anderen für die CD-Veröffentlichung nötigen Tätigkeiten nicht so richtig viel übrig geblieben. Immerhin ist Clemens jetzt eine Woche Skifahren gegangen. Ich war drei Tage bei meinen Eltern und habe mich von dem Streß in Köln erholt.



Unser nächstes Projekt ist ja "Klassik trifft a-cappella", ein Spezialkonzert Ende März. Für das Konzert am 26.3. in Rodenkirchen gibt es übrigens noch Karten; man kann sich die u.a. bei Gonski am Neumarkt besorgen.



Herzliche Grüße an alle Leserinnen und Leser, speziell natürlich an die "Konspirativen" von

Eddi.

10.03.1999: Mittwoch, 10. März 1999, 2:36

Endlich! Ich habe eine neue private Seite! (Unter "Fun" - "Eddi" findet Ihr sie.)

Liebe Grüße an alle Leserinnen und Leser.



P.S. Daniel, Du bist ja nur neidisch auf das viele Lob, das ich auf den Gästebuchseiten kriege. Du hast doch jetzt viel Zeit zuhause, wo Du Dich nicht mehr so richtig bewegen kannst... (Erzähl' doch mal unseren Lesern und unseren Leserinnen, wie Du das im Moment mit dem Duschen machst!)

24.2.99 P.P.S. Wer kann mir erklären, was "Die Fröndenberger am explodieren dran" genau bedeutet? Es handelt sich um ein Zitat aus dem Gästebuch.

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