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Björns Blog

29.05.2017: Einfach nur “wow”

Hallo zusammen!

Zu unserem Auftritt beim Kirchentag ist ja schon ein bisschen was geschrieben worden, aber auch ich will und muss natürlich noch mal darauf eingehen. Das war schon geil. In meiner Heimatstadt, vor dem Brandenburger Tor. Mehr als 55.000 Menschen. An einem Ort, an dem ich bestimmt schon hunderte Male gewesen bin. Unbeschreiblich. Bei "Kleine Männer" gehen plötzlich bestimmt 1.000 Zuschauer direkt vor der Bühne auf die Knie um sich mit mir zu solidarisieren. Wie geil ist das denn? Und dann ein Meer aus tausenden Kirchentags-Schals. Eine Laola-Welle von vorne nach hinten über bestimmt 500 Meter und später auch wieder zurück. Das sah sagenhaft aus. Momente, die für immer bleiben werden. Gänsehautentzündung, wie Mehmet Scholl sagen würde.
Nach diesem einmaligen Erlebnis aus Berlin nach Braunschweig zu fahren, um in der dortigen Stadthalle zu spielen, findet man auch nur in wenigen Drehbüchern. Hat aber wahnsinnig viel Spaß gemacht. Irgendwie waren alle noch geflasht vom Vortag, was sich in positive Energie umgeschlagen hat. Auch wenn ich das an anderer Stelle schon geschrieben habe, möchte ich doch noch gern auf eine etwas unschöne Szene im Afterglow eingehen. Ich bin gerne bereit mir dort Kritik über einen vielleicht mal nicht so gelungenen Sound oder eine nicht überzeugende Bühnenshow anzuhören und über mögliche Ursachen und Gefühle zu sprechen. Aber dass ich relativ scharf angegangen werde, weil ich meine Unterschrift auf der Eintrittskarte über das Datum geschrieben habe, dass werde ich nicht verstehen und auch nicht akzeptieren. Natürlich kann ich da auch ein stückweit drüber lachen. Es bleibt trotzdem eine unangenehme Erinnerung. Aber gut. Solche Dinge passieren. Zum Glück super selten. Und ich werde in Zukunft höllisch aufpassen, bitte aber auch um Nachsicht, falls es aus Versehen doch noch einmal passiert.
In Osnabrück hat sich ausnahmsweise auch Dän mal einen sprachlichen Fauxpas geleistet. In einer Ansage im ersten rutschte ihm ein "...und der Lied..." raus. Daraufhin gab es unter uns restlichen vieren nur verwunderte Blicke nach dem Motto: "Hat er das wirklich grade gesagt? Hihi. Wie lustig." Ist ja auch gar kein Thema, aber Nils hat scheinbar so aus dem Konzept gebracht, dass er im folgenden Lied noch darüber nachdenken musste und prompt seinen eigenen Text bei "Wahre Helden" vergessen hat. zwinker Meinen Hut musste ich dann im zweiten Set vor Däns Schlagfertigkeit ziehen. Bei "Meine Deutschlehrerin" griff er seinen Fehler aus dem ersten Set wieder auf und bezeichnete die sprachlichen Wirrungen in dem Song als spontane Absicht. Chapeau! Auch in Osnabrück gab es noch eine erinnerungswürdige Szene im Afterglow. Ein etwa vierjähriger Junge hatte uns in der Pause einen Zettel auf die Bühne gelegt, auf dem stand, dass seine beiden Lieblingssongs "Dickes Ding" und "Das Sägewerk Bad Segeberg" wären und er sich doch wünschen würde, dass wir wenigstens einen der beiden Songs, die unglücklicherweise nicht gewürfelt worden waren, trotzdem noch singen. Haben wir aber nicht. Das hat er uns wohl ziemlich übel genommen. Denn während seine Geschwister und Freunde im Afterglow fleißig Autogramme und Selfies sammelten, blieb er auf dem Arm der Mutter, die mir dann seinen missmutigen Gesichtsausdruck erklärte. Ich hab mir dann von ihr versichern lassen, dass er irgendwann darüber hinweg kommt. grins
Am Sonntag haben wir uns von Bremen verabschiedet. Nach Köln und Hamburg die Stadt mit den meisten Abschiedskonzerten. Das sagt natürlich einiges aus. Auch diesmal war die Stimmung in der Glocke wieder fantastisch. Zum ersten Mal in diesem Jahr war es außerdem brutal heiß auf der Bühne. Schön, dass der Frühling zum Sommer wird! Erstaunlich war diesmal auch, wieviel "Ersttäter" im Saal waren. Dieses Phänomen war schon in den anderen Städten zu beobachten, in denen wir mindestens das zweite Mal im Rahmen der Abschiedstour waren. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn diese Leute nie hätten sagen können, dass sie die Wise Guys mal live gesehen haben. grins

Die Pause zu Hause ist für mich diesmal nur sehr kurz, denn Mittwoch geht's schon wieder Richtung Köln, um mit den Alten Bekannten ins Studio zu gehen und an neuen Songs zu basteln. Und dann stehen ja am Wochenende die Nachholkonzerte in Wuppertal und Münster an sowie das Festival in Dortmund im Westfalenpark. Witzigerweise war ich bei letzterem auch mit meinen anderen Bands muSix und Rock4. Ich freu mich, dort jetzt auch mit den Wise Guys zu stehen und mir in diesem Rahmen auch die anderen Gruppen beim Festival anzuhören.

Euer Björn

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