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Björns Blog

20.03.2017: Mein Tourtagebuch: Auf der Suche nach dem Nordlicht

Nachzuholen hab ich noch das Konzert in Düsseldorf am 03.03.!
Keine Ahnung, ob alle noch in Karnevals-Laune waren, aber stimmungsmäßig war das Konzert der absolute Hammer. Aber abgesehen davon wird das Konzert auch wegen Däns Stimme in Erinnerung bleiben. Die verschwand nämlich im Laufe des Konzertes von Song zu Song immer mehr. Wir konnten das Konzert noch grade so beenden, haben aber in der zweiten Hälfte die Setlist umgeworfen und alle Dän-Soli rausgeschmissen.
Leider war das Verschwinden von Däne Stimme nur der Vorbote für einen grippalen Infekt mit allem Drum und Dran. Als Folge mussten wir die Konzerte in Münster und Wuppertal absagen bzw. auf Anfang Juni verschieben.

Damit zum aktuellen Tagesgeschehen: Das letzte Mal waren die Wise Guys zehn Tage am Stück unterwegs. Ab jetzt kommen nur noch maximal viertägige Kurz-Touren. Dän war noch im Erholungsprozess nach seiner Grippe. Deswegen haben wir weiterhin viele seiner Solo-Songs ausgetauscht. Zum Glück gibt’s ausreichend Material aus den vergangenen 25 Jahren. zwinker

Flensburg hat sich wettermäßig von der allerbesten Seite gezeigt - also wenn man auf Wind und Regen steht. Aber natürlich lassen sich die Menschen im Norden davon nicht runterziehen. Bemerkenswert war auch wieder, wie beliebt „Das Sägewerk Bad Segeberg“ im Gebiet nördlich der A2 ist. Da hält es Keinen auf den Sitzen und es wird gnadenlos durchgeklatscht. Aber auch „Nur für Dich“ hatte in Flensburg einen besonderen Zauber. Ich kann mich nicht erinnern, auf dieser Tour vorher schon einmal so viele Feuerzeuge, Handylichter und sich in den Armen liegende und schunkelnde Freunde gesehen zu haben.

Die beiden Konzerte in Kiel hab ich besonders genossen. Das lag vor allem daran, dass ich diesmal nicht mit Fieber auf die Bühne stand, so wie noch bei den Konzerten Mitte November. Ich konnte also alles genießen: die super Stimmung, die wieder etwas stabilere Stimme von Dän. Dazu der Schlussapplaus nach der letzten Zugabe. Noch fünf Minuten nachdem wir weg waren, wurde rhythmisch geklatscht. Geil. grins

Auch in Bremen war von nordischer Zurückhaltung nichts zu spüren. In beiden Konzerten herrschte eine super Stimmung - und das an einem Montag und Dienstag, wo es normalerweise etwas ruhiger ist. Am zweiten Abend bekam ich beim Song „Kleine Männer“ einen Babystrampler auf die Bühne geschmissen. Im ersten Moment stand ich auf dem Schlauch und wusste nicht, was mir das sagen sollte. Aber klar, es ging um die Textzeile „man kann ihnen Mode auch in Kindergrößen schenken“. grins

Das sollte aber nicht das einzige Mal bleiben auf dieser Tour, dass mir etwas auf die Bühne geworfen wurde. In Hannover gab’s (wieder bei „Kleine Männer“) einen BH und eine Boxershorts. Wie ich im Afterglow erfahren habe, war das eine Antwort auf meinen Post bei Instagram. Da hatte ich mich wohl in Bezug auf den Strampler über den fehlenden Rock’n’Roll beschwert. zwinker Apropos: die beiden Stehkonzerte im Capitol waren Rock’n’Roll. Was für eine Energie. Wir haben dort auch einen für mich neuen Titel für die Totalnacht ausprobiert. Kam ziemlich gut an, dieses „Du doof“! zwinker

Tourabschluss war in Wilhelmshaven. Auch hier noch mal ein extrem gut gelauntes Publikum. Endlich fühlte sich auch Dän bei fast 100 Prozent, so dass wir wieder „Rollbrett“ singen konnten. Den Titel hatten wir die vorangegangenen Konzerte gegen Denglish getauscht, um Dän nicht mit zu vielen Hauptstimmen zu quälen. Hoffen wir, dass wir alle ab jetzt mit voller Kraft bis zum Ende durchhalten.

Ich koch mir dann mal einen Ingwertee…

Liebe Grüße

23.02.2017: Noch mal ganz nah dran

Da war sie auch schon - die letzte Mini-Tour mit „Ganz nah dran“ Konzerten. Jetzt gibt es nur noch eines dieser etwas kleineren Konzerte (im Juni in Darmstadt).
Angefangen hat diesmal alles da, wo es vor viiiiieeeelen vielen Jahren wirklich angefangen hat, also außerhalb von Köln. Am Rand des Sauerlands - in Fröndenberg. Wollte ich immer schon mal hin. zwinker In Fröndenberg gab es damals den allerersten Auswärts-Auftritt der Wise Guys. Und immerhin kamen damals um die 30 Leute. Ein Meilenstein. Diesmal wollten ein paar mehr Leute ins Konzert. Deswegen gab es sogar zwei: am Freitag und am Samstag.
Besonderes Vorkommnis beim ersten Konzert: Nils vergisst den Text am Ende der zweiten Strophe von - Achtung, kein Witz - „Ich kann nur den Refrain“. Findet man so in keinem Regieplan. Ansonsten versuchten die Sauerländer mit aller Macht, das böse Gerücht, sie seien als Publikum eher von der reservierten Sorte, zu widerlegen. Das hat auch gar nicht so schlecht geklappt. grins
Wenn ihr mehr Details vom zweiten Konzert am Samstag lesen wollt, dann empfehle ich euch folgenden Bericht der lieben Anette: http://reihedrei.de/index.php/12-wiseguys/257-2017-froendenberg
Ein kleines Detail aber noch von meiner Seite. Im Vorfeld hatte ich eine Mail von einem Vater bekommen, dessen Tochter am Tag des zweiten Konzertes ihren achten Geburtstag feierte. Er fragte, ob wir das Sägewerk singen und es vielleicht seiner Tochter widmen könnten. Da der Titel ja einer der sechs Zufallssongs im ersten Teil ist, konnte ich das im Vorfeld nicht versprechen. Aber manchmal hat man eben Glück: der Zufall entschied sich diesmal wirklich für das "Sägewerk Bad Segeberg". grins

Montag und Dienstag waren wir in Hamburg in der Großen Freiheit 36, also dem Kult-Club in St. Pauli. Ich hatte ja schon ganz zu Beginn meiner Zeit bei den Wise Guys das Vergnügen, dort auftreten zu können. Damals war es mein fünftes Konzert. Zehn Monate später waren es schon die Auftritte Nr. 120 und 121. Wahnsinn. Auch diesmal waren es von der Stimmung her wieder herausragende Konzerte. Da kann eigentlich nur das Publikum im Alten Schlachthof in Dresden mithalten. Und die Südkurve im Rhein-Energie-Stadion. zwinker „Laut, heiß und geil“. Teilweise wurde offenbar so laut mitgesungen und -gebrüllt, dass mir im Afterglow ein paar heisere Fans gegenüber standen. Von den Konzerten hätte ich gerne noch ein paar mehr machen können. Die Hoffnung bleibt, dass es vielleicht die Alten Bekannten irgendwann auch wieder da hin schaffen.

Mittwoch dann noch ein Konzert in der Kulturetage zu Oldenburg. Ich will den Oldenburgern ja keinen Vorwurf machen, aber nachdem wir zwei Tage diesen Wahnsinn in Hamburg erlebt haben, war das schon ein etwas anderer Schnack. Eher nordisch reserviert. Nicht ganz so klatsch- und singwütig. Kann aber auch am Tag gelegen haben. Mittwochabend ist die Woche zwar schon zur Hälfte geschafft, aber zwei Tage sind es eben noch bis zum Wochenende. Da will man sich vielleicht auch nicht vollkommen verausgaben. grins

So, jetzt aber her mit der Kamelle. Bis bald und Alaaf!

13.02.2017: Von Chören, Clowns, Kindern und Kölsch

Hallo zusammen!

Tour-Wochenend-Zusammenfassung Nummer sechs:

Samstag in Schwerte - wieder ein ganz besonderes Konzert. Allein schon das Zustandekommen. Eigentlich waren die bzw. einer der Wyse Guys (kein Witz: stand so auf den Eintrittskarten) für diesen Termin angefragt für einen Nachmittags-Chor-Workshop in Schwerte. Zum Zeitpunkt der Anfrage war der Wunschtermin im Tourkalender noch frei. Auf den ersten Blick also kein Problem. Allerdings ein freier Samstagabend während der Jubiläums-/Abschiedstour? Doch eher ungewöhnlich und die Gefahr, dass noch ein Konzert irgendwo in Deutschland gebucht worden wäre dementsprechend hoch. Kurzerhand entschloss sich also der Chorverband, selbst ein Konzert für den Abend zu organisieren, um auch wirklich den Workshop am Nachmittag zu realisieren. Saucoole Aktion, wie ich finde.
In der zweiten Hälfte der Show haben Nils und ich dann spontan ein neues „Partyspiel“ erfunden. Während der Moderation von Dän nach Schiller standen wir beide an der Seite am Wassertisch. Nils war am Schwitzen und klatschte sich ein Kleenex-Tuch auf die Stirn. Da ich vor dem Konzert offenbar unbemerkt einen Clown zu meinem Salat hatte, stieß ich mit meiner Stirn an die von Nils und übernahm so das Kleenex von ihm, ohne dabei die Hände zu benutzen. Tusch, Fanfare, Karneval. Die Aktion blieb natürlich nicht unbemerkt. Sowohl Nils als auch ich, sowie einige Teile des Publikums konnten ihre Freude nur lautstark zum Ausdruck bringen. Dän fühlte sich dadurch komischerweise in seiner Moderation gestört. Wir mussten die Aktion für ihn wiederholen, denn er hatte sie beim ersten Mal ja nicht mitbekommen. Und siehe da: wir alten Partyhasen haben es noch mal gerockt. Lief bei uns! Also hinterher nicht mehr, denn da waren unsere Stirne ja nun jeweils zweimal mit Kleenex in Berührung gekommen.
Auch der Afterglow hielt noch eine Überraschung bereit. Und zwar für uns und für eine reizende Dame, die vor Ort in einem Nebenraum ihren 90. Geburtstag feierte. Von zwei ihrer Enkel ließen wir fünf uns zum Ständchen-Ständchen im privaten Kreis überreden. Ungewöhnlicher Anfang - ungewöhnliches Ende. grins

Gestern dann gab es die letzten beiden Konzerte der Wise Guys in der Köln-Klettenberger Johanneskirche. Mit Abstand die „Location“, in der die meisten Wise Guys Konzerte stattgefunden haben. Das erste 1997, gestern Abend das 39.! Ziemlich schnell hab ich auch verstanden, was das besondere an den Joki-Konzerten ist und war. Ein riesiges Team aus der Gemeinde, das sich liebevoll um den Ablauf, das Essen und die Getränke (und damit meine ich vor allem die für das Publikum) kümmert. Im Nachmittagskonzert ca. 80 Kids, die direkt vor der Bühne auf dem Boden saßen und von dort das Konzert mit staunenden - später auch teilweise müden - Augen verfolgten. Zwischen den Konzerten gemeinsames Abendessen. Dann im Abendkonzert der Kampf von Dän und mir gegen die schlechte Laune - falls wir das an der einen oder anderen Stelle nicht geschafft haben: Beschwerden bitte direkt an den FC! zwinker Und nach dem Konzert ein After-Afterglow, bei dem irgendwann nach Mitternacht die verbliebenen 30 Menschen aus Gemeinde, Publikum und Band in der kleinen Kirchenküche stehen und mit Klavier- und Gitarrenbegleitung eine wilde Songmischung aus Beatles, Bläck Fööss und Cat Stevens interpretieren. Hätte mir ja vorher mal einer sagen können, dass dabei immer auch die Kölsch-Vorräte geleert werden. Dann hätte ich mir heute morgen einen wesentlich späteren Zug zur Heimfahrt gebucht. zwinker

Schön war’s! Mehr davon.

Liebe Grüße

Björn

06.02.2017: Tourtagebuch-Eintrag Nummer fünf

Los ging’s am Mittwoch in Erfurt - von der Anreise her ein klarer Vorteil für mich gegenüber den Köln-Hürthern. Passiert ja nicht so oft und wurde deswegen von mir morgens beim gemütlichen Frühstück im Stillen extrem genossen. zwinker Erfurt ist übrigens für euch alle ein heißer Tipp für einen Wochenend-Städte-Trip. Süße kleine Altstadt (besonders hübsch: die Krämerbrücke), dazu das Essen: Thüringer Rostbratwurst und/oder Thüringer Klöße - also nicht unbedingt in Kombination, aber jedes für sich gesehen. zwinker Dazu noch die Nähe zu Weimar für alle, die sich Goethe und Schiller nah fühlen wollen.
Doch zurück zum Konzert. Das fand im wunderschönen Kaisersaal (der Name ist Programm) statt und war ein gelungener Tourauftakt. Das Publikum ließ sich am Anfang etwas bitten (die Stehquote bei „Ruf doch mal an“ war unterdurchschnittlich), nach einer kurzen „Ermahnung“ ging es dann aber mächtig ab. Und das an einem Mittwoch - Respekt! Den Zufallsgenerator durfte zum ersten Mal ein Junge aus dem Publikum bedienen. Witzigerweise hieß er Clemens. Ich hätte im Afterglow den Papa mal fragen sollen, an wen er bei der Namensgebung gedacht hat. zwinker

Von Erfurt ging’s dann nach Leipzig, also für mich noch weiter Richtung zu Hause. An dieser Stelle muss ich mal kurz „WiseGuysen“: liebe Leute, die Stadt heißt Leipzich, nicht Leipzick. zwinker Falls jemand von euch zum Beispiel bei der Deutschen Bahn arbeitet: bitte sagt das auch an eure Zugbegleiter und Bahnhofsansager weiter. Es gibt echt Leute, die sich darüber aufregen könnten, dass die Stadt immer falsch ausgesprochen wird. zwinker
Unser Auftrittsort in Leipzich war die Moritzbastei (MB, wie der Ansässige sagt) - ein Konglomerat an Gewölbegängen und Räumen. Wenn ein Ort zu unseren „Ganz nah dran“-Konzerten passt, dann dieser. Mit Platz für ca. 350 Leute der mit Abstand kleinste Auftrittsort der Tour und damit wirklich ganz nah dran. Also jeder Gast an seinem Nachbarn, wir auf der Bühne an uns selbst und an der ersten Reihe.
Die Stimmung war an beiden Tagen bombastisch. Ich will ja kein Lokalpatriot sein, aber die Leute im Osten wissen eben, wie man Party macht. Und was dazu kommt: sie können in leisen Momenten auch trotzdem die Klappe halten und zuhören. Kann auch nicht jeder.
Einen kleinen Eindruck vom ersten Leipzich-Konzert am Donnerstag könnt ihr diese Woche auch noch unter dem Link ansehen: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-80266.html

Samstag war frei und der FC hat gewonnen. Was will man mehr? zwinker

Am Sonntag waren wir dann noch in Mönchengladbach im Roten Krokodil. Auch eine total schöne und außergewöhnliche Location. Eine ehemalige Lederfabrik, die zum Veranstaltungsraum umgebaut worden ist - unverputzte Steinwände treffen auf Holzdecke und stimmungsvolle Kronleuchter. Ungewöhnlicherweise hat Dän es fast geschafft, auf die fehlende Freundschaft zwischen dem FC und Gladbach hinzuweisen. Aber nur fast. Muss man uns aber auch nachsehen, ist ja lange her, dass der FC zu diesem Zeitpunkt in der Saison noch vor den Fohlen stand.

Bis nächste Woche und liebe Grüße!

30.01.2017: Kurztrip in den Westerwald

Hallo zusammen,

ich habe mich entschieden, doch einen kurzen Eintrag ins Tourtagebuch über unser Konzert in Rennerod zu schreiben. Denn der Blog wird offenbar wirklich gelesen, wie wir vor Ort erfahren haben. Ich hatte ja von der Back-to-the-roots-Idee berichtet, die Zeit zwischen Soundcheck und Konzert mal wieder mit analogen Spielen zu verbringen und Smartphones, Computer und Tablets zur Seite zu legen. Und siehe da: in Rennerod hatte uns der liebe Klaus Horn, Veranstalter des Konzertes, Spielkarten und Würfel hingelegt. Coole Aktion! Für alle Statistiker: Die erste Runde lief für mich extrem gut. Da hab ich Dän und unseren Tonmann Bertram aber mal so richtig abgezogen. Aber - wie gewonnen, so zerronnen - in der zweiten Runde hat Dän den Spieß dann umgedreht. To be continued... zwinker

Das Konzert selbst war echt schön, aber auch wieder speziell. So saßen in den ersten beiden Reihen fast ausschließlich Kinder und Jugendliche. Das war wohl extra so organisiert worden. Die Eltern mussten sich offenbar weiter hinten das Konzert ansehen und -hören. Fand ich eine echt tolle Idee.
Der Würfel zeigte seit langem mal wieder die Zahl drei, so dass wir "Die Comedian Harmonists" singen konnten. Gefühlt ist das der Titel, der bisher am Wenigsten dran gekommen ist. Aber da niemand Buch darüber führt, bleibt es wilde Spekulation.

Ansonsten wurde ich von den beiden WG-Fans und Konzertbesuchern Johannes und Silvia gebeten, dass ich sie hier im Blog erwähne. Sie hätten dafür wohl immer als Erste gestanden und am Lautesten geklatscht. Aber da könnte ja jeder kommen.

Jetzt freu ich mich auf die kommende Kurztour. Drei Konzerte (Erfurt und zweimal Leipzig) bei "meinen" Leuten im Osten. Yeah! Und dann noch ein Konzert in Mönchengladbach. Da haben wir als Kölner Band ja auch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, denn denen geht es - was den Fußball angeht - momentan nicht so gut wie uns. zwinker


Liebe Grüße und bis bald

Björn

25.01.2017: “Back to the roots”

Hallo ihr Lieben,

Zeit für Björns Tourbericht Nummer drei.

Angefangen hat es mit einem ganz besonderen Konzert am vergangenen Freitag. Wir waren am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Köln - im Grunde dem Kreißsaal der Wise Guys. Dort sind die drei verbliebenen Gründungsmitglieder gemeinsam zur Schule gegangen (und haben sich dort zu einem Zeitpunkt kennengelernt, an dem an mich noch nicht zu denken war 😉). Unsere Garderobe war der Musikraum, in dem schon Dän, Eddi und Sari mit Musik von Bach, Haydn und Beethoven bespaßt worden sind. Der Kartenverkauf ging allein über die Schule. Im Publikum saßen also Schüler, Lehrer und Ehemalige inkl. der alten Musiklehrerin der Jungs (mittlerweile 93 Jahre alt!). Das Publikum unterschied sich in dem Punkt von normalen Konzerten, dass ein Großteil der Anwesenden die Lieder nicht in- und auswendig konnte, wie das ja sonst meist der Fall ist. Dadurch war es insgesamt von der Stimmung her etwas ruhiger, dafür waren aber eben viele Schlusspointen in den Songs noch überraschend. Hat auch was! zwinker

Weiter ging es am Samstag in der Düsseldorfer Tonhalle. Was für eine schöne Location! Ein ehemaliges Planetarium, das zum Konzertsaal umfunktioniert worden ist. Nach sechs "Ganz nah dran"-Konzerten hintereinander waren wir dort mal wieder mit dem "großen Besteck" am Start, also z.B. mit der kompletten Lichtshow. Das hat großen Spaß gemacht, zumal auch die Düsseldorfer extrem gut drauf waren. Witzig fand ich einen Blickfang in der ersten Reihe. Es ist ja eh schon so, dass wir unser Publikum gut sehen können, vor allem in den vorderen Reihen. Wenn man dann aber noch eine neon-knallgrüne Jacke trägt, die im Dunkeln leuchtet... zwinker
Nicht in unserem Blick, aber scheinbar bei einigen Zuschauern war offenbar ein ganz spezieller Konzertgast. So wurde uns im Afterglow gesagt, dass wohl Frau Dr. Petry im Publikum gewesen ist - das Aushängeschild der Partei, die in meinen und unseren Augen keine wirkliche Alternative ist. Ich hab mich anschließend schon gefragt, ob sie sich eventuell verlaufen hatte. So geht es in unseren Songs ja oft um Toleranz und Menschlichkeit - Dinge, die nicht ganz oben auf der Parteiagenda von Frau Dr. Petry zu stehen scheinen.

Sonntag hatte ich dann einen herrlichen Offday in Köln und habe das gemacht, was ich am Liebsten mache, wenn nichts im Kalender steht: ganz viel Sport (hauptsächlich Australien Open) im Fernsehen gesehen, dann bei strahlend blauem Himmel durch die Stadt gelaufen und am Ende in der Kneipe Fußball-Bundesliga geschaut. Leider hat der FC nur 0:0 gespielt, die Laune bei mir hielt aber! Kann natürlich am Kölsch gelegen haben. zwinker

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Montag und Dienstag waren wir dann noch zu Gast in der Volksbühne am Rudolfplatz, dem ehemaligen Millowitsch-Theater. Auch das ein Ort mit Wise Guys Historie. So wurde hier z.B. das erste Live-Album aufgenommen. Die Besonderheit der diesjährigen Konzerte bestand in den neuen Auflagen zur Lautstärke. So konnten die (wahrscheinlich zahlreichen neu zugezogenen) Anwohner/Nachbarn vor kurzem Erreichen, dass ab 22 Uhr in dem Theater nur noch eine Lautstärke von 72 dB erreicht werden darf. Zur Einordnung: wenn das Publikum im Saal klatscht - also noch ohne Musik - wird dieser Wert schon übertroffen. Da wir von dieser Einschränkung aber erst nach dem Generieren der Konzerte erfahren haben, konnten wir z.B. nicht mehr den Beginn des Abends vorverlegen um dann bis 22 Uhr mit unserem Programm durch zu sein. Also haben wir uns dafür entschieden, auf eine Pause zu verzichten und damit möglichst wenig Titel zu streichen. Aggro Hürth durften dadurch ausnahmsweise zu Hause bleiben und sich eine kleine Pause vom Tourstress gönnen. Und wir haben uns irgendwie gefreut, mal etwas eher Feierabend zu haben. zwinker Normalerweise kommen wir ja erst eine Dreiviertelstunde später von der Bühne.

Mal sehen, welche Überraschungen das Konzert am kommenden Wochenende in Rennerod bereit hält. Ein paar sollten es schon sein, denn sonst hab ich ja nichts zu berichten - es ist schließlich das einzige Konzert der Woche.

Liebe Grüße

Björn

17.01.2017: Ganz nah dran

Hier mein kleiner Bericht von den ersten "Ganz nah dran"-Konzerten. Das sind Konzerte innerhalb der Abschiedstour, die uns zurück in Locations führen, in denen die Wise Guys früher aufgetreten sind als alles noch nicht ganz so groß gewesen ist. Und was soll ich sagen? Die Konzerte werden dem Namen total gerecht.

Das erste Konzert fand in Kaiserslautern in der Fruchthalle statt. Weit gefehlt, wer da an den Geruch von Ananas, Erdbeeren oder Kiwis denkt. zwinker Es erinnerte eher an einen alten Kursaal mit seinen Marmorsäulen und Wandverzierungen. Wunderschön! Die Situation auf der Bühne war für mich zunächst ungewohnt. Bei den Gnd-Konzerten haben wir nur ein kleines Besteck an Licht und Ton dabei. Dadurch ist es viel purer. Auch fehlte hier der Bühnennebel, in dem man sich gedanklich sonst bei großen Konzerten auch mal verstecken kann. Anscheinend war vergessen worden, speziell geschulte Nebel-Feuerwehrfachkräfte zu bestellen. Und ohne geht's wohl nicht. Sehr schön war, dass wir (wie bei der Läuft bei euch Tour) wieder eine Nummer akustisch, also ohne Mikrofone, direkt in der Saalmitte gesungen haben. Das ist doch immer ein sehr besonderer Moment, auch weil wir dann wirklich sehr nah dran sind und auch das Publikum unsere Stimmen ganz pur hört.

Die folgenden beiden Konzerte fanden in Heidelberg im Karlstorbahnhof statt. Stehkonzerte mit der Besonderheit, dass es vor der Bühne nicht diese Crashbarriers (Absperrgitter) wie sonst gab, sondern auf dem Boden etwa einen Meter vor der Bühne eine weiße Linie gezogen war, die nicht übertreten werden durfte. Damit das auch wirklich eingehalten wurde, hatten sich rechts und links der Bühne zwei "Aufpasser" positioniert, die mit geübt stoischer Miene die Linie bewachten. Besonders war, dass Dän jeweils zu Konzertbeginn darum bat, kleine Menschen und vor allem Kinder doch bitte nach vorne zu lassen. Dadurch hatten wir gefühlt extrem viele Kinder vor der Bühne, was mir persönlich dann immer besonders viel Spaß macht. Vor allem im zweiten Konzert konnte ich meinen Blick selten von einem etwa vier-/fünfjährigen Jungen nehmen, der mit weit aufgerissenen Augen und offenstehendem Mund das Konzert (wahrscheinlich sein allererstes) verfolgte. Sooo süß! zwinker Ansonsten war die Bühne im Karlstorbahnhof sehr klein, so dass auch wir an uns selbst ganz nah dran waren. zwinker Am meisten kam das wahrscheinlich Dän zu Gute, hält er sich selbst doch nicht für den besten Tänzer.

Sonntag waren wir dann in Friedrichshafen im Bahnhof Fischbach. Auch hier, wie in Heidelberg, eine mega Stimmung. Und das trotz des Sonntagstermins, an denen es für gewöhnlich etwas ruhiger ist. Merkt man dann vor allem beim Afterglow, zu dem verständlicherweise weit weniger Leute bleiben als an einem Freitag oder Samstag. Um auch mal etwas aus dem Backstage zu berichten: im Zeitalter von Smartphone und iPad hatte unser Toningenieur Hank die gute Idee, das Warten zwischen Soundcheck und Konzert auch mal wieder so wie früher, also mit einem gemeinsamen Spiel zu überbrücken. Da sich so schnell aber weder Karten noch Würfel auftrieben ließen, gab es eine Partie "Schummelmäxchen" mit Würfeln per iPhone-App. Müssen wir mal bis zur nächsten Tour richtige Würfel organisieren, damit auch das Geräusch des Würfelbechers wieder Einzug in den Backstage erhält.

Abschluss der ersten kleinen "Gnd"-Tour war in Karlsruhe in der Tonhalle. Sensationelles Publikum, muss ich wirklich sagen. Ich war auch erstaunt, wie viel Menschen in meinem Alter oder jünger da waren. zwinker Auf jeden Fall vom Verhältnis her mehr als sonst. Meine Theorie: in dem Alter kann man schon mal so unvernünftig sein und an einem Dienstagmorgen verpennt zur Arbeit gehen. Oder man lässt als Student eben die erste Vorlesung weg. :D

Spruch der Tour übrigens: "Dumm singt gut". (Geheimnis bleibt, wer das zu wem gesagt hat grins) Ich bin noch am Überlegen, ob man das so stehen lassen kann und werde vielleicht mal eine Umfrage in der A-Cappella-Szene starten.

Danke für's Lesen, liebe Grüße und bis bald!

11.01.2017: Das Problem mit den guten Vorsätzen

Ich hatte mir für dieses Jahr fest vorgenommen, euch nach jedem kleinen Tourblog einen kleinen Einblick in die vergangenen Konzerte zu geben. Das hat ja schon beim ersten Mal richtig gut funktioniert. Nur drei Tage Verzögerung! zwinker

Liebe Leser,

Jetzt ist es also angebrochen, das letzte Jahr der Wise Guys. Dafür aber ein sehr vollgepacktes. Noch über 80 Konzerte stehen bis zum 16.07. an. Die ersten drei fanden am vergangenen Wochenende alle in der Kölner Philharmonie statt. Ich kann nur im Ansatz erahnen, was da teilweise in Dän, Eddi und Sari los gewesen sein muss. Schließlich ist das der Ort, an dem die Wise Guys vor so vielen Jahren ihr erstes richtig großes Konzert gegeben haben. Irgendwie steckte dadurch eine besondere Energie in der Band - irgendwas zwischen Freude, Stolz und Wehmut.

Mir selbst haben die Konzerte wahnsinnig viel Spaß gemacht. Nach fast drei Wochen Weihnachtsferien hatte ich schon so ein bisschen Bühnenentzug. Außerdem haben wir ein paar Titel ins Programm aufgenommen, die wir im Rahmen der Abschiedstour bisher nicht drin hatten. Das werden wir in allen Städten so machen, in denen wir ein zweites Abschiedskonzert geben werden. Sowohl für uns als auch für die Wiederholungstäter um Publikum bleibt es dadurch abwechslungsreich und spannend.

In Erinnerung werden sicher auch die drei Afterglows bleiben, mussten die doch draußen vor der Tür stattfinden. Die Kölner Philharmonie ist wohl der einzige Konzertort in Deutschland, in dem wir vom Haus nicht die Erlaubnis bekommen, das Foyer für den AG zu nutzen. Irgendwie schräg. Ein paar Tapfere haben bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit dicken Schals und Handschuhen ausgeharrt und dafür natürlich ihre Unterschriften und Selfies bekommen. Letztere sind nun auch Raritäten, denn nicht so oft in der Vergangenheit hatten die Wise Guys im Afterglow eine dicke Jacke an und eine Mütze auf.

Ab morgen stehen die ersten fünf "Ganz nah dran"-Konzerte an. Ich freu mich schon auf die kleineren Säle, in denen mehr Kontakt zum Publikum möglich sein sollte. Mehr dazu dann wieder hier. grins

Liebe Grüße

Björn

12.04.2016: Vielen Dank für diesen tollen Auftakt!

Wow! Was durfte ich doch in den vergangenen fünf Tagen für tolle erste Konzerte als neuer Bass erleben. Zuerst Schneverdingen, Wolfsburg und Bückeburg: das "Unplugged"-Programm in drei einzigartigen und faszinierenden Kirchen. Dann "Läuft bei Euch" in einer vollen Stadthalle in Wilhelmshaven. Und zum Abschluss ein Stehkonzert in der Großen Freiheit in Hamburg. Mehr geht fast gar nicht.

Sieben Wochen nachdem ich die Zusage von den Wise Guys bekommen hatte, war es am (verlängerten) Wochenende soweit: es ging das erste Mal auf Konzerttour. Und was soll ich sagen? Ich habe jede Sekunde genossen und freue mich jetzt noch viel mehr auf Alles was bis zum nächsten Sommer kommen wird. Ein riesiges Dankeschön für den warmen Empfang, den ich vom Publikum in allen Tourstädten bekommen habe. Die tolle Energie hat sich sofort übertragen und ich hatte nicht nur einmal Gänsehaut! Schade eigentlich, dass das nächste Konzert erst in einer Woche ist zwinker

Der Norden hat definitiv gerockt. Jetzt bin ich wahnsinnig gespannt, wie es im Süden, im Westen und im Osten abgeht. Bis dahin, liebe Grüße!

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